fullscreen : Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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kurrieren,  daß  jeder  seinen  angemessenen  Verdienst  findet.  [  Es
würde  also  im  ständigen  Wortgebrauch  das  Prinzip  des  Wettbewerbs-Tarifs ­
  sich  im  wesentlichen  von  dem  des  Tarifs  zum
Ausgleich  der  Erzeugungskosten  nicht  unterscheiden.
Eine  andere  Phrase,  die  in  den  Debatten  der  damaligen  Session
viel  gebraucht  wurde,  war  die  der  „legitimen  Industri  e“.
„Die  illegitime  Industrie“,  so  hieß  es,  „würde  gefährdet  werden“.
Da  kann  man  mit  Recht  die  Frage  aufwerfen,  was  ist  denn  eigentlich ­
  eine  illegitime  Industrie?  Ist  es  eine  solche,  die  sich  nicht  ohne
Unterstützung  durch  die  Gesetzgebung  halten  kann  oder  eine
solche,  die  ihr  Anrecht  auf  Elnterstützung  verloren  hat,  wegen  der
Methoden,  durch  die  ihre  Gründer  die  Gesetzgeber  vergangener
Zeiten  zu  beeinflussen  versuchten?  Oder  ist  es  eine  solche,
die  sich  ungewöhnliche  Vorteile  durch  Monopole  oder  Halbmonopole ­
  zu  verschaffen  wußte?!  —
Vielleicht  sind  aber  auch  legitime  Industrien  solche,  die  unter
dem  Schutz  des  Tarifes  nur  einen  normalen  oder  mäßigen  Gewinn
gemacht  haben.  Vielleicht  bezieht  sich  die  Phrase  auch  auf  Industrien, ­
  die  sich  bei  einer  verhältnismäßig  niedrigen  Zollstufe
aufrecht  erhalten  können,  die  aber  Industrien,  die  von  einer  Reihe
besonders  hoher  Zölle  abhängen,  ausnimmt.  Es  kann  aber  auch
bedeuten,  daß  solche  Industrien  nicht  behelligt  werden  sollen,
die  in  der  Annahme  gegründet  wurden,  daß  die  so  viele
Jahre  fortgeftihrte  Schutzpolitik  unbegrenzt  weiter  bestehen
würde.  Es  ist  wohl  kaum  anzunehmen,  daß  man  sagen
wollte,  „eine  Industrie  ist  deswegen  illegitim,  weil  sie  auf  Schutz
angewiesen  sei“.  Jedenfalls  wurden  beide  Ausdrücke,  „legitime
Industrien“  und  „Konkurrenz-Industrien“,  niemals  so  gebraucht,
daß  ihre  Befürworter  gezwungen  gewesen  wären,  den  Schutzzoll
abzuschaffen  oder  dem  Freihandel  das  Wort  zu  reden.
Aber  alle  diese  Schlagworte  sind  weniger  wichtig  hinsichtlich ­
  ihrer  tatsächlichen  Bedeutung,  als  in  bezug  auf  die  Wirkung,
die  sie  auf  den  Durchschnittswähler  haben.  Die  Schlußfolgerunsen, ­
  die  sie  zulassen,  sind  keineswegs  die  gleichen.  Sie  verleiten
vielmehr  zu  sehr  verschiedenen  Auslegungen.  Die  Republikaner,
die  angeblich  nur  einen  Ausgleich  der  Erzeugungskosten  wünschen, ­
  gaben  zu  erkennen,  daß  sie  die  Zölle  so  hoch  zu  bemessen
Wünschten,  daß  der  inländische  Erzeuger  die  Situation  beherrschte.
            
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