Full text: Holländische Wirtschaftsgeschichte

— 254 — 
verkehr, die Zahlen stark; die beiden Höhepunkte stellen die Jahre 
1618 und 1649 dar. Einzelne Zahlen erklären sich leicht aus den 
Verhältnissen; so die starken Rückgänge der Zufuhren in den Jahren 
1624, 1625, 1629, 1630 aus den schlechten Ernten in Polen!), so der 
fast völlige Ausfall 1645 aus dem damaligen kriegerischen Zustand 
am Sunde. Die Periode des 1ı2jährigen Waffenstillstandes zeigte 
besonders hohe Getreideeinfuhren, was sich auch aus den gesicherteren 
maritimen Verhältnissen erklärt. Hinter den in niederländischen 
Schiffen beförderten Getreidemengen standen die mit anderen 
Schiffen transportierten Ladungen weit zurück. Es ist wohl anzu- 
nehmen, daß ein sehr großer Teil dieser mit niederländischen Schiffen 
beförderten Getreidemengen nach den Niederlanden ging, ein 
Teil weiter nach Spanien, Portugal, Frankreich. Unter den sonst 
westwärts in niederländischen Schiffen beförderten Waren traten 
mit nicht unerheblichen Mengen auf: Hanf, Flachs, Werg, Holz in 
den verschiedensten Formen (Klapholz, Dielen, Planken, Masten 
usw.), Asche, Pech, Teer, Potasche, Häute, Eisen, Kupfer, Blei usw. 
In niederländischen Schiffen passierte Getreide den Sund westwärts (in Lasten). 
Jahr Roggen Weizen Hafer Gerste insgesamt 
I59I1 26 995 2 258 2821 625 32 699 
1592 26 880 2235 2 168 139 311422 
1593 39 527 2 411 3258 ‚| 574 45 770 
1594 27/163 3 800 2 475 ; 580 34 018 
1595 25 878 3,787 2 393 973 33/031 
1596 28 157 2179 | 2241 1122 33 699 
1597 38 874 4 060 2533 / 408 45 875 
1598 43 748 9 855 I 515 2 55 120 
1599 25547 3 611 11030 0 191 30 452 
1600 1 39.774 2 768 653 164 34 359 
1601 33 439 2 I9I 632 12 36 274 
1602 22 596 3 249 | 35 I5 ] 25 895 
1603 31 887 3.167 335 = 5337 
1604 24 067 I 268 305 ZT 25 640 
1605 28 721 700 1 165 82 30 664 
1606 29 524 2 087 1287 68 32 966 
1607 | 44 276 8 120 3 155 41 55 592 
1608 72 094 5 602 2 146 | 558 + 80 400 
1609 34 689 5 036 I 844 100 | 41 669 
1610 27.047 / 3 088 3 461 282 33 878 
3) Vgl. auch oben S. 159. 
CC 
Er:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.