Full text: Holländische Wirtschaftsgeschichte

war viele Niederländer, namentlich Amsterdamer, beteiligt!) ; aber 
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erade dieser Umstand machte den Niederländern jene Kompanie 
äußerst verhaßt, und ihr Einbruch in die Rechte der holländisch- 
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westindischen Kompanie wurde hartnäckig und gewaltsam verfolgt; 
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chließlich mußte diese 100 000 Taler Abstandsgeld an die Schweden 
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ahlen?). Noch ablehnender und feindlicher verhielten sich die Hol- 
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änder gegen die von Usselinx, dem Gründer der holländisch- 
estindischen Kompanie, errichtete schwedische Südkompanie, die 
637 ihre Tätigkeit nach Nordamerika, in die Nähe des von den 
ijederländern gegründeten Neu-Amsterdam, verlegte; sie hatte 
ijer die Feindschaft der Holländer in vollem Maße zu ertragen; 
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n Holland selbst hatte Usselinx schon früher vergeblich Inter- 
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sse für diese schwedische Kompanie zu erwecken gesucht®). War 
in diesen Fällen der schwedische Charakter der Kompanien nur 
imuliert, so verhielt es sich nicht viel anders mit der dänisch- 
frikanischen Kompanie, bei der auch Hamburger Kaufleute be- 
eiligt waren. Beim Ablauf des Oktrois der dänisch-afrikanischen 
ompanie, 1679, mußte diese alle ihre Rechte an die holländisch- 
estindische Kompanie übertragen*). 
7 Die schlimmsten Erfahrungen in dieser Richtung machte der 
Große Kurfürst von Brandenburg. Ihm sind in 
len Kolonialplänen, die seit 1647 von ihm verfolgt wurden, an- 
auernd von den Niederlanden sowohl direkt wie indirekt Hinder- 
isse in den Weg gelegt worden. Dabei waren seine Unternehmunge 
nicht, wie die schwedischen und dänischen, versteckt holländische, 
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ondern im wesentlichen rein deutsche, wenn auch in der pleren 
1) Vgl. N. de Roever, S. 2o3ff.i7; Kretzschmar, Schwed. Han- 
elskomp., S. 237f.; vgl. auch Kernkamp, Verslag, S. 109 ff., 290. - ( 
2) Vgl. Wittrock, Karl XI. förmynd. finanspolitik, 1913, S. 409, 414. 
3. Kretzschmar, S. 241f.; .Bothe;,. 5. 117; Kernkamp, 
erslag, S. 114; und die von demselben herausgegeb. Briefe Blommaerts, 
‚63f.; Elias, Het voorspel, II, 201 ff.; Jameson, 5. 130ff— Laurens 
de Geer, der Sohn des Lodewijk, schloß 1657 als Kommissär des schwedischen Königs 
nd Namens der Direktoren der schwedisch-afrikanischen Kompanie mit drei Amster- 
amer Kaufleuten einen Vertrag zur Beschaffung und Beförderung von Neger- 
klaven nach Curacao; für die Sklaven sollten die Amsterdamer Kaufleute dem 
e Geer Geld zahlen oder Waren (Häute, Cacao, Holz, Indigo usw.) liefern. 
aurens de Geer war mit den Seinigen an der schwedischen Kompanie mit 
4500 schwed. Rtlr. beteiligt (Kernkamp, Een contract tot slavenhandel, S. 444ff.). 
4) Kernkampmp, Verslag, S. 221 f., 289 f., 325. 
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