Object: Russian local government during the war and the Union of Zemstvos

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
35. DIE HEITERE ODER SATIRISCHE 
EPISODE IN DER KURORTWERBUNG 
Jeder Kurdirektor oder Verkehrsdirektor kann für seinen 
Ort aparte und wirkungsvolle Reklame machen, wenn er das 
täglich bei ihm einlaufende Material von Beschwerden, 
Anregungen, Wünschen und dergleichen zu amüsanten kleinen 
Plaudereien verwertet. Sie können ruhig einen grotesken 
Zuschnitt haben, denn da die Beschwerden fast immer ein 
wenig übertrieben werden, so darf man auch in der satirischen 
Plauderei darüber etwas dicker auftragen. 
Wenn der Kur- oder Verkehrsdirektor die literarische 
Befähigung hat, die ein Mann auf solchem Posten unbedingt 
haben muß, so wird es ihm ein leichtes sein, kleine Skizzen, 
Satiren und Grotesken aus seinem Tätigkeitsgebiete zu 
schreiben, die für einen großen Leserkreis amüsant, fesselnd 
und unterhaltend sind. Ich erinnere mich solcher humorvoller 
Skizzen des Bürgermeisters von Meersburg am Bodensee, die 
er über seine im Bureau gesammelten Erfahrungen schrieb, 
zu einer Zeit, da die scharfe Grenzsperre und dann die 
Inflation die köstlichsten Zwischenfälle schuf. Einige dieser 
Skizzen haben die Runde durch einen großen Teil des deutschen 
Blätterwaldes gemacht und den von jenem federgewandten 
Bürgermeister betreuten Ort „in der Leute Mund“ gebracht. 
Ein Ziel, dessen Erreichung jeder Kurort und jeder Fremden- 
verkehrsplatz sich doch aufs innigste wünscht. 
Doch ich will keine weiteren Worte verlieren und auch in 
diesem Falle an Hand zweier praktischer Beispiele zeigen, daß 
es sehr wohl möglich ist, sogar beim Kurdirektor einlaufende 
Beschwerden im Interesse des Ortes zu verwerten und sie dazu 
zu benützen, in unauffälliger und doch wirkungsvoller Weise 
an das Vorhandensein des Kur- oder Badeortes zu erinnern.
	        
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