Full text: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

Der Kampf Afrikas um seine Befreiung. 
Um die gegenwärtige Phase der Weltausbeutung der kolonialen und halbkolonialen 
Länder des Ostens durch den Kapitalismus und Imperialismus zu bekämpfen, die verantwort- 
lich sind für die Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Arbeiter im 
Westen und das gleichzeitige Vorhandensein einer um ihre Existenz kämpfenden gewaltigen 
Arbeitslosenarmee, rufen wir alle Arbeiter Südafrikas ohne Unterschied der Farbe auf, die 
engste Einigkeit und Arbeitersolidarität zu erstreben. 
In der Erkenntnis, daß die Einigkeit aller Arbeiter ohne Rücksicht auf ihre Rasse, 
Farbe oder Religion dringend notwendig ist für den erfolgreichen Kampf gegen Ausbeutung 
und Imperialismus, fordert dieser Kongreß die weißen und schwarzen Arbeiter Südafrikas 
auf, jenes gegenseitige Einverständnis zu erstreben, das zur Einigkeit und Solidarität der 
Arbeiterklasse in ihrem eigenen Interesse und im Interesse aller anderen Arbeiter und unter- 
drückten Völker der Welt führen wird. 
Es lebe die Solidarität der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker! 
Nieder mit Ausbeutung und Imperialismus! 
D. Colraine; J. A. La Guma; J. Gumede. 
Südafrikanische Delegierte. 
b) Nordafrika. 
Der Vertreter des „Nordafrikanischen Stern“ (Nationalistische Organi- 
sation der Mohammedaner Tunis’, Algeriens und Marokkos) 
Hadi-Ahmed Messali (Algerien) 
schildert die verheerende Wirkung des französischen Imperialismus: 
As Generalsekretär des „Nordafrikanischen Stern‘ überbringe ich diesem 
Kongreß dessen Grüße. Gleichzeitig danke ich den Organisatoren für 
ihre Initiative, diese grandiose und menschliche Initiative, welche die ver- 
schiedenen unterdrückten Völker aus allen Teilen der Welt zusammenbringt, 
um ihnen zu ermöglichen, angesichts der ganzen Welt ihre Leiden und 
Schmerzen darzulegen. 
Dieser Kongreß wird einen bedeutenden Platz in der Geschichte er- 
halten. Warum? Weil er jenen,-deren Schrei unterdrückt und erstickt wird, 
die Möglichkeit gibt, sich frei und offen auszusprechen. 
Bevor ich Ihnen die Erklärung des ‚„Nordafrikanischen Stern“ verlese, 
möchte ich bemerken, daß sie äußerst gedrängt ist, denn wenn ich hier alles 
berichten wollte, was sich in Nordafrika zuträgt, so müßte ich Sie Stunden 
und abermals Stunden aufhalten. Hören Sie also bitte aufmerksam der Ver- 
lesung dieser Deklaration zu: 
Im Namen des „Nordafrikanischen Stern‘, welcher die Eingeborenen 
von Algerien, Tunis und Marokko zusammenfaßt, danken wir aus ganzem 
Oß
	        
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