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europäischen und amerikanischen Diplomatie geworden, die den größten
Krieg in der Geschichte der Menschheit vorbereitet hat. Der „Pazifismus“
ist jedoch keine Exportware, er dient sozusagen nur für den inneren
Gebrauch der imperialistischen Mächte, er ist unanwendbar auf jene Länder,
die der Imperialismus als seine Kolonien oder Halbkolonialländer betrachtet.
Hier herrscht im Gegenteil die unverhüllte und zügellose Gewalt der gepan-
zerten Faust, hier kann sich die europäisch-amerikanische Soldateska aus-
toben und für neue große Schlachten stählen.
Der europäisch-amerikanische offizielle Pseudo-,,Pazifismus‘“ ist der Aus-
druck auch jener Tatsachen (außer den bereits erwähnten), daß der Welt-
antagonismus, der die imperialistischen Mächte voneinander trennt, den
Hauptschauplatz des Weltkrieges von Westen nach dem Osten,
nach dem Stillen Ozean verschoben hat. Hier an den Küsten des Großen
Ozeans liegen die wichtigsten und wertvollsten Objekte der imperialistischen
Bestrebungen. Und die auf beiden Seiten des Ozeans vor sich gehenden
Kämpfe, unter Beteiligung der bewaffneten Kräfte der imperialistischen
Mächte und ihrer Gehilfen, sind nur vorbereitende Vorpostengefechte des
kommenden großen Zusammenstoßes, der die Menschheit mit neuen, uner-
meßlichen Leiden bedroht.
Die britische Diplomatie ist unaufhörlich, unermüdlich
und hartnäckig bemüht, die anderen imperialistischen
Mächte in den bewaffneten Konflikt mit China
hineinzuziehen.
Nach dem römischen Besuch des schlimmsten Abenteurers unserer Zeit, des
„Helden von Gallipoli‘, Churchill, bei dem anderen zügellosen Abenteurer,
Mussolini, beeilt sich das faschistische Italien mit seinen nur ganz geringen
Interessen in China zur Hebung seines „Prestiges‘““ und um Geschenke in
irgendeinem anderen Weltteil zu bekommen, England seine Kondottieridienste
anzubieten und Panzerkreuzer nach den chinesischen Gewässern zu entsenden.
England selbst befindet sich faktisch bereits in offenem
Kriegszustandmitden Kräften dernationalen Freiheits-
bewegung Chinas,
die durch die Kantoner Regierung und durch die Kuomingtang vertreten
sind. Nur die Erfolge der Waffen der Südchinesischen Armeen, nur die
Angst vor einer vollständigen Niederlage sowie der Mißerfolg der ersten
Versuche, eine bewaffnete Koalition gegen das revolutionäre China zu schaf-
fen, haben die Londoner Regierung zu Verhandlungen mit der Kanton-Re-
gierung bewogen. Gleichzeitig mit diesen Verhandlungen werden jedoch die
schlimmsten Feinde der chinesischen Freiheit (vom Schlage des ganz ver-
kommenen Abenteurers Tschang Tso Lin, eines einfachen Räubers und po-
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