Full text: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

Harry Pollitt. er 
Tatsache, daß der Klassenkampf in China genau der gleiche ist wie in 
Großbritannien... Wir wollen keine aussichtslose Propaganda in der Wüste 
führen. Wir müssen mit den wirklichen Tatsachen der gegenwärtigen Lage 
rechnen. Die Konservativen rühren die Kriegstrommel. Durch jeden 
Zwischenfall, wie z. B. Tötung englischer Untertanen, kann die öffentliche 
Meinung entflammt werden. 
Dies ist eine Prüfungszeit für die englische Arbeiterschaft. Ich habe 
hier in der Hand den Bericht über die China-Debatte, in welcher besonders 
einer unserer Arbeiterführer ausführte, daß wir der englischen Öffentlich- 
keit gegenüber für das Leben der englischen Staatsbürger in China verant- 
wortlich seien. 
Aber was mich betrifft — und ich spreche hier heute abend nur in 
meinem Namen und für diejenigen, welche ich hoffe für gemeinsames 
Handeln gewinnen zu können —, so gelobe ich vor dem gesamten 
internationalen Proletariat, daß wir für keinerlei Kredite, die sich auf 
einen Krieg gegen China beziehen, stimmen werden. Und wir hoffen, daß 
die Parlamentsmitglieder unseres linken Flügels so geschlossen wie nur mög- 
lich unsere Beschlüsse unterstützen und ungeachtet der Konsequenzen diese 
Politik weiter verfolgen werden. Die britische und die chinesische Arbeiter- 
Schaft wird durch denselben Kampf vereinigt — und wir hoffen, daß das 
Chinesische Proletariat der Welt eine chinesische Republik erkämpft —, 
welche der Freund der klassenbewußten Arbeiter der ganzen Welt sein wird! 
Für die Minderheitsbewegung in den britischen Gewerkschaften spricht 
ihr Generalsekretär 
Harry Pollitt (England). 
I bringe dem Kongreß die Grüße der revolutionären Arbeiter, die in der 
nationalen Minderheitsbewegung organisiert sind und .die treibende Kraft 
in der englischen Gewerkschaftsbewegung darstellen. Ich will kurz ver- 
suchen, die Entwicklung der britischen Arbeiter zur Ablehnung und Be- 
kämpfung des Imperialismus zu erläutern. 
Immer mehr Arbeiter erkennen, daß der Imperialismus nicht das Resul- 
lat eines oder mehrerer Unterdrücker ist, die einen besonders rachsüchtigen 
Geist gegen gewisse indische, chinesische oder andere Kolonialarbeiter haben, 
Sondern daß wir ihn als endgültiges Resultat der kapitalistischen Entwick- 
lung zu betrachten haben, mit anderen Worten: als das letzte Stadium der 
kapitalistischen Ausbeutung und Expansion; und daß der Imperialismus 
Nicht vernichtet werden kann, ehe nicht der Kapitalismus sowohl in den von 
ihm ausgebeuteten als auch in den imperialistischen Ländern selber zerstört 
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