Resolutionen. 79
auf das tiefste betroffen sind, müssen einen aktiven Teil der Abwehrbewegungen mit
übernehmen.
Der anti-imperialistische Kampf erfordert die Einheit aller sozialen Kräfte in den unter-
drückten Ländern, die sich mit jenen gegnerischen Elementen verbinden müssen, die dem
Imperialismus innerhalb seiner eigenen Landesgrenzen erwachsen. Die Arbeiter, die die
Massen für die Armeen und Okkupationsheere abgeben und durch die gleichen Feinde ausge-
beutet werden, die liberalen Intellektuellen und die unterdrückten Massen (Neger, Gelbe)
sind innerhalb der Vereinigten Staaten die Verbündeten der nationalrevolutionären
Bewegung.
Auch die anderen großen Völker, die gegen den Imperialismus kämpfen, u. a. China,
Indien und Ägypten, führen gegen den gemeinsamen Feind den Kampf. Sie führen ihn
gegen einen Feind, der andererseits in den imperialistischen Ländern selbst durch organi-
sierte Widerstände gegen den Krieg und gegen die Interventionspolitik bekämpft wird.
Alle diese Faktoren halfen der nationalen Freiheitsbewegung Latein-Amerikas.
Das Beispiel der Union der sozialistischen Sowjet-Republiken, wie dies allseitig anerkannt
wird, zeigt ganz klar, wie diese Volkskräfte sich auf Grund der Gleichberechtigung ver-
binden und wie sie ihre eigene Wirtschaft einrichten können, ohne dabei einer imperialisti-
schen Durchdringung zu unterliegen.
Eine praktische anti-imperialistische Aktion muß in Anbetracht der Gesamtlage auf
folgende Fundamente aufgebaut werden:
1. Die Einheitsfront aller anti-imperialistischen Kräfte, Arbeiterorganisationen, Ver-
bände der Bauern, Studenten, Intellektuellen usw. ist in erster Linie die notwendigste Vor-
aussetzung des Kampfes;
2. Darüber hinaus müssen die anti-imperialistischen Kräfte die politische und wirt-
schaftliche Union Latein-Amerikas anstreben. Diese Vereinheitlichung kann durch die Ver-
bindung gewisser Regionen nach amerikanischem Muster begonnen werden;
3. Die Vergesellschaftlichung der Bergwerks- und anderer großer Industrien, die durch
die Imperialisten monopolisiert worden sind, die Aufteilung des Bodens unter die Bauern-
schaft sind die mächtigsten Waffen zur Niederkämpfung der Positionen des Imperialismus;
4. Die Bewegung muß sich die absolute Befreiung aller Kolonien, wie Porto Rico und
die Philippinen usw. zum Ziel setzen;
5. Es muß um die Beseitigung und Revision aller Verträge und Vereinbarungen ge-
kämpft werden, die die Souveränität der latein-amerikanischen Länder verletzen, wie das
Emmienda-Platt-Gesetz, die Verträge von Bryan-Chamorro, sowie die mit Panama, Haiti
und Santo Domingo abgeschlossenen Vereinbarungen;
6. Es muß die Zurückziehung der amerikanıschen Truppen aus Nicaragua, Haiti sowie
die Aufhebung des Belagerungszustandes in Haiti gefordert werden. Die absolute Unab-
hängigkeit des Gebietes von Panama, die als eine Bedingung für den freien Verkehr aller
Nationen im Kanal angesehen werden kann, muß mit allem Nachdruck gefordert werden.
Desgleichen ist der Sturz der Diktaturen in Latein-Amerika zur Beseitigung der Macht-
positionen des Imperialismus unerläßlich;
7. Der Kampf gegen das diktatorische Regiment der versklayvten latein-amerikanischen
Staaten bedeutet gleichzeitig den Kampf gegen den Yankee-Imperialismus.
Resolution über den nordamerikanischen Imperialismus.
Vorgeschlagen von der „American Liberties Union‘.
(Siehe Anhang B.)
NT