Full text : Finanzwissenschaft

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innerhalb  der  Reichsgrenzen,  und  nun  schon  über  die  Ozeane  von
Grossstaat  zu  Grossstaat  springend  und  bald  ganze  Weltteile  verbindend, ­
  das  soll  die  hier  folgende  Darstellung  dieser  Vereine
zeigen.  Die  immanente  Weltvernunft  bahnt  sich  auch  im  Weltportowesen ­
  unaufhaltsam  ihren  Weg,  und  das  Penny-Porto  ohne
Rücksicht  auf  jede  Entfernung  und  auf  alle  Landesgrenzen  und
Meere  dringt  vor  bis  zu  seiner  äussersten  Folgerichtigkeit  und
Zweckmässigkeit,  entsprechend  dem  vorgeschrittenen  AVelthandel
sowie  dem  Menschen-  und  Geistesverkehr  der  Zeit.
Diese  Übersicht  über  die  ungeheure  Ausbreitung  und  Zahl
der  vorhandenen  Sonderpostvereine  wird  zeigen,  dass  es  sich
nur  noch  um  eine  kurze  Frist  bis  zur  vollen  Verwirklichung
des  neuen  Weltportos  handeln  kann.
Eine  deutliche  und  klare  Übersicht  fehlte  noch  bisher. 3 )
Denn  zu  ihr  gehört  Nebeneinanderstellung  des  inneren
Portos,  des  Weltpostportos  und  des  Vereinsportos,  auch
in  vergleichbaren  Münzwerten  ausgedrückt,  sowie  Grösse  und  Einwohnerzahl ­
  jedes  einzelnen  Postvereins.
Ich  habe  mich  der  unendlichen  Mühe  unterzogen,  diese
Daten  zusammenzustellen,  weil  ich  das  zur  Erkenntnis  der  Notwendigkeit ­
  einer  Reform  im  Sinne  des  Welt-Penny-Portos  für
besonders  förderlich  hielt.
Der  jetzige  Wirrwarr  von  Ausnahmetarifen  bedarf  zweifellos ­
  einer  baldigen  Neuordnung  und  Einheitlichkeit.  Das  ist  die
Lehre,  die  diese  Zusammenstellungen  geben  werden.  Aus  den
8 )  Das  dicke  Werk  des  Internationalen  Bureaus  des  Weltpostvereins
in  Bern:  „Becueil  de  renseignements  sur  l’organisation  des  administrations
de  l’Union  et  sur  leurs  Services  internes“  (Berne  1890)  ist  leider  sehr  unvollständig ­
  (Südamerika  fehlt  fast  ganz).  Die  neuere  Ausgabe,  die  ich  noch
nicht  einzusehen  Gelegenheit  hatte,  wird  wohl  auch  nicht  vollständig  sein.
O.  Sieblists  verdienstliches  Buch  „Die  Post  im  Auslande“  (3.  Aufl.  1900)
ergänzt  es,  Ist  aber  z.  B.  bei  Südamerika  auch  sehr  lückenhaft;  und  ohne
tabellarische  Anordnung  der  Tarife,  erfordert  es  ein  langes  Studium,  wenn
man  eine  Übersicht  erlangen  will.  Die  Auslands-  und  Postvereinstarife
habe  ich  sehr  darin  vermisst.  Die  beiden  letzteren  bringt  dagegen  die  Berner
Publikation  „Becueil  de  renseignements  d’intdret  gdnöral  concernant  Texecution
  de  la  convention  principale“  (Juli  1907).  Nur  fehlt  leider  die  tabellarische ­
  Nebeneinanderstellung  der  Sondertarife  mit  den  Weltposttarifen
und  den  internen  Tarifen  darin.
            
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