Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

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lensact, mag er nun anständig oder unanständig sein; 
ist aber einmal das Vermögen geschaffen, die Unter 
nehmung gegründet, dann entwickeln sie sich durch die 
ihnen innewohnende Kraft, durch die Macht der capi- 
falistischen Accumulation, durch die Ausbeutung der 
Arbeit und Fähigkeiten anderer ; und wenn sie gar im 
Erbgange auf andere übergehen, dann wird die persön 
liche Initiative der Capitalbesitzer schliesslich vollkommen 
durch die bureaukratische Verwaltung der Actiengesell- 
schaft ersetzt. 
Und gerade, wenn es sich so verhält, dann bietet 
die Vergesellschaftung das Maximum von Vorteilen, und 
man stimmt dann im allgemeinen darin überein, dass 
unter sothanen Verhältnissen die Privatunternehmungen 
den öffentlichen Unternehmungen nicht notwendig 
überlegen sein müssen. 
„Alles, was in der Freiheit nur durch capitalistische 
Gesellschaften ausgeführt werden kann,“ so sagt Stuart 
Mill, „würde häufig ebensogut und manchmal besser ge 
macht, wenn der Staat die Arbeit selbst übernehmen 
würde. Der spielerische Charakter, der Mangel an Sorg 
falt und Fähigkeit bei den Staatsunternehmungen sind 
sprichwörtlich geworden; aber bei der Verwaltung der 
grossen Gesellschaften haben wir dieselben Merkmale ge 
sehen. Es ist wahr, dass die Directoren einer Gesell 
schaft (im damaligen England. Anm. des Uebers.) immer 
Actionäre sind; aber die Mitglieder der Regierung sind 
auch Steuerzahler, und mag es sich nun um Directoren 
oder Staatsbeamte handeln, so ist ihr Vorteil bei einer 
guten Führung der Geschäfte nicht dem Interesse gleich, 
das sie an einer schlechten Führung haben können, ganz 
zu schweigen von ihrem Ruhebedürfnis.“*) 
Kurz, in der heutigen capitalistischen Ordnung sind 
die Staatsuntemehmungen — so fehlerhaft auch immer 
*) Mill: Principles of political economic, IV. Buch.
	        
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