Full text: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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lcgenheiten der Stiftung bearbeitende Mitglied des Kollegiums erhält 
dafür ein jährliches Honorar von 300 Thlr. Von den Revenuen der 
Stiftung, deren Grund-Kapital in 225,000 Thlr. bestand, sollen Ren 
ten von je 200 Thlr. an Damen der obenbczeichneten Art, die das 
Kollegium nach Stimmen-Mehrheit auszuwählen hat, in halbjährlichen 
Raten praenumerando gezahlt werden. Personen, die das 60ste Jahr 
zurückgelegt haben, können auch 300 Thlr. erhalten. Bei Auswahl 
der Personen ist vorzüglich auf solche Rücksicht zu nehmen, die im Wohl 
stand gelebt haben nnd ohne eigene Schuld verarmt sind. Finden sich 
bei gleichen Ansprüchen Personen, die blind oder mit Blindheit bedroht 
sind, so soll diesen der Borzug gegeben werden. Im Jahre 1860 
wurden an 50 Damen 9300 Thlr. vertheilt; das Kapital-Vermögen 
betrug 16,050 Thlr. Gold nnd 224,356 Thlr. Konrant, auch war ein 
seit 1839 gebildeter Reserve-Fonds von 247 Thlr. Gold und 2268 
Thlr. Konrant vorhanden. 
Baumgartenscheö Stipendium, 
von der vcrw. Frau Ober-Consist.-Räthin Baum g arten, geb. v. Pau 
lo w ska (1774) bei dem luth. Ministerium derFriedrichs-Werdcrschen und 
Dorotheenstädtischen Kirche zu Berlin mit 460 Thlr. begründet. Das 
Stipendium ist für Söhne der beiden lutherischen Prediger bestimmt, 
und zwar während der Universitäts-Studien; jedoch darf das Stipendium 
nicht unter zwei getheilt werden, sondern die Aspiranten folgen einan 
der im Genusse. Da viele Jahre hindurch das Stipendium von keinem 
Berechtigten genossen wurde, so hatte sich durch Zins auf Zins das 
Kapital im Jahr 1845 (Lisco 301.) schon auf 1825 Thlr. erhöht. 
Baumhanersches Slipendiunl. 
Eine äljere Stiftung von jährlich 20 Thlr. für bedürftige Studirendc. 
Die Verleihung steht dem Magistrat in Groß-Salze zu. (Hermes 
II. 51.) 
v. Bavierfche Anstalt zur Pflege junger mutterloser Kinder. 
Von der verw. Frau Majorin Julie v. B a vi er zu Berlin im Jahre 
1849 gegründet, nimmt diese Privat-Anstalt (Breite-Straße 26.) 
gegen ein Kostgeld Kinder auf, welche der mütterlichen Pflege beraubt 
sind, und erzieht dieselben bis zu den Schuljahren. Einzelne Kinder 
werden unentgeltlich aufgenommen und ans nrilden Beiträgen von Men 
schenfreunden verpflegt. Die jährlichen Einnahmen des Instituts be 
trugen im Jahre 1859 2100, die Ausgaben jedoch 2300 Thlr. 
Beamten-Spar- und Hülfskassen-Berein zu Posen. 
Im Jahre 1862 begründet. Der Verein hat den Zweck, Beamte durch 
Gewährung von Darlehnen vor dem Ruin durch Wncherzinsen zu be 
wahren, freiwillige Spar-Einlagen anzunehmen und mit 31 pEt. zu 
verzinsen, vom Gewinn auch eine Dividende zu gewähren. Er zählte 
im Jahre 1864 an 400 Mitglieder. 
Beamten-Wittweu-Unterstiitzungs-Fouds zu Berlin, 
eine Stiftung der ehemaligen Immédiat-Kommission zur Vcrtheilung
	        
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