Full text : Preußisches Landbuch

eines  Armen-  und  Krankenhauses;  6000  Thlr.  zur  Begründung  eines
Prediger-Wittwenfonds;  4000  Thlr.  zur  Begründung  eines  Schullehrer-Wittwcnfonds;
  3000  Thlr.  zur  besseren  Dotation  des  evangelischen
Pfarrfonds;  1000  Thlr.  zur  Unterhaltung  der  Näh-  und  Strickschule
für  arme  Kinder;  10,000  Thlr.  zum  Bau  eines  Nathhauses;  4000  Thlr.
als  Zuschuß  zur  Beschaffung  eines  steinernen  Gewölbes  in  der  neuen
evangelischen  Kirche.  Die  Geschäfte  der  Stiftung  werden  durch  einen
Verwaltungs-Rath,  an  desten  Spitze  der  Bürgermeister  steht,  besorgt.
Barthele  my,
Stadtrath,  Mitglied  der  Armen-Direktion  zu  Berlin,  legirte  (1823)
500  Thlr.,  wovon  die  Zinsen  jährlich  zu  Weihnachten  in  Raten  von
5  Thlr.  an  Nothleidende  vertheilt  werden  sollen.  Das  Legat  wird  bei
der  städtischen  Haupt-Stiftungs-Kasse  verwaltet.
Gottfr.  Bartsch,
geb.  in  Gersdorf  bei  Zittau  1730,  in  Berlin  Bürger-  und  Kattun-Fabrikant,
  stiftete  in  Berlin  die  Kranken-  und  Sterbekaste  der  sächsischen
Kolonie  (die  älteste  derartige  Kasse  in  Berlin)  zum  Zweck,  den  Armen
in  Krankheits-Fällen  eine  Unterstützung  und  ein  anständiges  Begräbniß
zu  gewähren.  Er  vermachte  der  Kaste  4000  Thlr.,  aus  deren  Zinsen
für  eine  große  Anzahl  armer  Mitglieder  der  Kasse  die  Beiträge  entrichtet ­
  werden.  S.  auch  Wag  euer.
Barthsche  Armen-Stiftung  zu  Striegau,
von  dem  Leder-Fabrikanten  Fr.  Bartsch  (1864)  begründet,  hat  sie  die
staatliche  Genehmigung  erhalten.
Base  lösche  Erziehungs-Anstalt  zu  Kempen  (Düsteldorf).
Ein  der  Armcn-Verwaltung  untergeordnetes,  und  mit  deren  Beihülfe
von  dem  t  Weltgeistlichcn  Basels  unter  dem  24.  März  1824  gegründetes ­
  Institut  zur  Erziehung  armer  und  verwaiscter  Kinder.  Thomas ­
  Joseph  Wäger,  Kaplan  zu  Süchteln,  schenkte  4000  Thlr.  mit
der  Bestimmung,  daß  der  Geistliche,  welchem  die  Leitung  jener  Anstalt
und  die  Beaufsichtigung  der  darin  befindlichen  Kinder  anvertraut  ist,
aus  den  Revenüen  dieses  Kapitals  salarirt  werde,  wogegen  derselbe
gehalten  sein  soll,  jede  Woche  fünf  Messen  für  die  f  Mitglieder  der  zu
Kempen  früher  wohnhaft  gewesenen  Familie  Loers  zu  lesen.
Bau-Akademie  zu  Berlin.
Im  Jahre  1798  als  Königliche  allgemeine  Bauschule  begründet,  1836
unter  dem  gegenwärtigen  Namen  rcorganisirt,  ist  sie  bestimmt,  Baukunst-Beflissene ­
  für  den  Staatsdienst  im  Baufachc,  Bauhandwerker  aber
zu  Privat-Baumeistern  auszubilden.  Die  Anstalt  hat  Studircndc  und
Hospitanten,  jene,  wenn  sie  bedürftig  sind,  haben  sich  eines  theilweisen
Erlasses  der  Honorare  zu  erfreuen.  Die  bei  der  Bauführer-Prüfung
am  bewährtesten  gefundenen  Zöglinge  erhalten  Prämien  à  300  Thlr.
zum  Zweck  von  Studien-Reiscn.  S.  E  y  telw  crusche  Stiftung.
            
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