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3iotrfow (Petrikau) . . 14,4%,
Ralijch (Kalijih). . . 8,2%
Block (Iprid: Ploztk) 6,9%
Zuwalti. . 5,5%
Marjchau 4,5%
>-blin 2,7%
‘edlce 1,6%
*adom 1,2%
Lomza 9,9%
en a Rielce . , 0,3 %%
Die Deutiden Kongrek-Bolens find mit ganz geringen Aus-
rahmen evangelilden Glaubens. Bisher die einzige jie alle zufammen-
faffende Organifation im Lande ijt die der Kirdhe. Kongrek-Polen
ildet von rullifjher Zeit her einen bejonderen evangelijden Konji-
torialbezirf; Sig des Konfijtoriums und Wohnort des Generalfuper-
ntendenten ijft MWarfhau. Die Zahl der nidHtdeutfden Evangelijchen
Kongreß-Polens ijt nicht groß; meijt find es ins Polentum übergegan-
gene Deutfjhe. Zu Ddiefen gehört aber — mit ganz wenigen UAus-
nahmen — die gefamte evangelifjde Geijtlidteit des Landes. In
den deutjden Gemeinden wird diejer Zujtand als anormal empfunden,
und eine Bewegung für eine Trennung der evangeliidhen Kirche. vom
Staat madt fidh heute bemerkbar.
Die Beltrebungen für eine Iulturelle Vereinigung der DeutjdhHen
Rongrek-Polens find durd) den neuen polnijdHen Staat gejtört wor-
den. Das neue Polen kann fig aber bald in derfelben Lage fehen,
mie die Iihedho-Slowakei, in der Jid eine mit der Spike gegen die
deutfdhen Staatsbürger orientierte Regierung [Hon als unhaltbar er-
wiefen hat. Das Polentum bildet im neuen polnijden Staat nicht
die Mehrheit der Bevölkerung, und die Deutfjden Kongrek- Polens
werden night nur an den. Deutidhen Pojens, Weftpreukens, Galiziens
und der im Often von Polen gewonnenen Gebiete einen Rückhalt
Anden, fondern aud) an den anderen völfijdhen Minoritäten: der Ufrai-
ner, der MWeikrulfjen, der Litauer und der zahlreiden Juden; ie alle
verlangen eine völlilde Selbjtbejtimmung, und gemeinjam bilden fie
im Staat die Majorität,
Troß ftarfer Wbwanderung ijt die Zahl der Deutjden in Kongreb-
Bolen im Lauf des legten Jahrhunderts doch [tändig gewadhlen. Nicht
xenige „polnijhe“ oder „rujlijdhe“ Saijonarbeiter, die jahraus jahrein
im Deutjden Neid Arbeit fanden, waren Deutjde.
Zu einer Abwanderung deutfher Bauern aus Kongrek-Polen gab
der polnifide Aufftand vom Iahre 1863 mit einen Unlaz. Die Nicht-
beteiligung der Deutiden an der nationalen polnifden Erhebung lebte
jie manderlei Bedrängungen aus, und das gleichzeitige billige Land-
angebot wolyniidher Grokarundbeliker übte feine Wirkung; mandges
m SGouvernement