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mengen indirekt durch eine Arbeitszeitverkürzung hervor-
gerufen werden, da nach Brentano!) Verkürzung der
Arbeitszeit und die damit Hand in Hand gehende Steige-
rung des Lohnaufwandes für eine technisch bessere Aus-
gestaltung des Betriebes ausschlaggebende Bedeutung er-
langen, weil man auf diesem Wege die Verteuerung der
Gestehungskosten herabzudrücken oder auszugleichen sucht.
Wieweit aber ein Druck zur rationellen Gestaltung des
Betriebes in der Nachkriegszeit auf solchem Einfluß einer
Arbeitszeitveränderung beruht, mußte bereits im Zusammen-
hang mit der kritischen Untersuchung der Belegschafts-
statistik (siehe S. 35/36) in Frage gestellt werden.
$ 14. Die relative Höhe der Erzeugungsmenge und der
Wechsel des Schichtsystems.
Wenn infolge des kontinuierlichen Charakters und
anderer besonderer Bedingungen der Produktion im Hoch-
ofenbetrieb eine absolute Veränderung der Erzeugungs-
menge nicht unmittelbar und auch mittelbar nur sehr
bedingt auf einen Wechsel des Schichtsystems zurückgeführt
werden kann, so bleibt doch die Frage offen, inwiefern
relative Veränderungen der Erzeugungsmenge von ihr
hervorgerufen werden. So ist aus der Denkschrift der
Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zu ent-
nehmen, daß bei den Zahlen „über den Produktionsrück-
gang aus der Zeit von 1919—1923“- „das wesentliche
Interesse der Zusammenhang zwischen Produktion und
Arbeiterzahl“ hat?). Während im Anschluß daran zu-
gegeben wird, daß „für den sich unter Berücksichtigung
der Arbeiterzahl ergebenden gewaltigen Produktionsrück-
gang ,.. natürlich eine ganze Reihe von Gründen be-
’) Über das Verhältnis von Arbeitslohn und Arbeitszeit zur Arbeits-
leistung, S. 364.
” a. 3. 0. 8. 101 u. 108: