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Damit verschiebt sich auch die Durchschnittsleistung
des Einzelnen; eine ausreichende Erklärung für ihr unverhältnismäßig
starkes Sinken und Steigen beim Wechsel
des Schichtsystems wird jedoch auch dadurch noch nicht
erbracht. Der Weg zur Lösung dieser Frage zeigt sich,
wenn man die andere Beziehungsgröße, die Belegschaftsziffer,
heranzieht, aus deren Zusammenordnung mit der
Produktionsziffer die Leistung des Einzelnen zu errechnen
ist. Die Analyse and Kritik der Belegschaftsstatistik hat
bereits erwiesen, daß die übermäßig starken Verschiebungen
der Belegschaftszahlen nicht der Veränderung der Arbeitszeit,
sondern außerordentlichen Ursachen und Einflüssen
zur Last zu legen sind, die die Verhältnisse der Nachkriegszeit
mit sich brachten. Solche Momente müssen die
Durchschnittsleistung des Einzelnen drücken, wenn diese —
wie von der Betriebsleitung — aus dem Verhältnis von
Gesamtbelegschaft und Erzeugungsmenge errechnet wird.
Über das Ausmaß der tatsächlichen Leistung des Einzelnen
wird indessen durch dieses Verfahren überhaupt
nichts gesagt. Vielmehr ist auf diese Weise nur der „auf
den Kopf der Beschäftigten entfallende Anteil von Ertrieb *)
des Betriebes, also die Kopfquote an Ertrieb“ errechnet. °)
Das Steigen oder Fallen dieser Kopfquote an Ertrieb beruhte
aber nach der Analyse der Belegschaftsstatistik und
nach Aufdeckung der Ursachen, denen die absoluten Veränderungen
der Erzeugungsmenge im Hochofenbetrieb zuzuschreiben
sind, auf Gründen, die fast alle außerhalb der
unmittelbaren Einwirkungsmöglichkeit der sog. „ausführen-1)
Unter „Ertrieb“ ist der „greifbare Sacherfolg“ des Betriebes zu
verstehen, ohne Rücksicht auf seine zeitliche Begrenzung in „Tagesproduktion“
oder „Jahresproduktion“; siehe: v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft
und Technik, in „Grundriß der Sozialökonomik“, 2, Aufl, Tübingen
1928, I. Buch B V, S. 26.
2) v. Gottl-Ottlilienfeld, ebenda, S. 104,