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Friedenslohnaufwandes ausmachten und die anderen Einzel-
größen der Selbstkosten fast sämtlich 150 °/, überschritten.
Weiter wird zu diesen Erhebungen ausgeführt, daß schon im
Frieden der wirtschaftlich ungünstige Standort die ... Hütte
genötigt hätte, mit ganz geringen Verdiensten zu rechnen.
Heute sei nicht nur diese Verdienstmöglichkeit genommen,
sondern trotz weitgehender Verbesserungen in den Betriebs-
einrichtungen und Maschinen überschritten die einzelnen
Positionen der Selbskosten bei weitem die infolge aus-
Jändischer Konkurrenz mögliche Preisbasis?!). Aus dem
Mißverhältnis der Selbstkosten und der Verkaufspreise wird
dann der Schluß gezogen, daß das Werk keine Erhöhung
der Selbstkosten vertrage, weder eine geringe Erhöhung
der Stundenlöhne, noch die viel einschneidendere Erhöhung
durch Verkürzung der Arbeitszeit. !)
Wenn hier zunächst auch nur ganz allgemein ein Über-
blick über die Wirtschaftslage des Hüttenwerkes gegeben
wird, so geht doch aus der Zuspitzung der Ausführungen
auf Lohn und Arbeitszeit hervor, daß die Gefährdung der
Rentabilität des Hochofenbetriebes von einer Verkürzung
der Arbeitszeit erwartet wird, da diese eine entscheidende
Steigerung der Selbstkosten mit sich bringen werde. Spätere
Auslassungen geben zu erkennen, daß diese Erhöhung der
Selbskosten durch Einführung der Achtstundenschicht im
Hochofenbetriebe vor allem von zwei Richtungen her be-
fürchtet wird: einmal von seiten einer_erheblichen Steige-
rung des Lohnaufwandes und dann zugleich als Folge einer
absoluten Abnahme der Produktionsmenge überhaupt.
Gegenüber den Rentabilitätserwägungen der Werks-
leitung hat schon die bisherige Untersuchung erwiesen,
daß eine Steigerung der Selbstkosten als Ergebnis einer
Vermehrung der Belegschaftszahl, mit der ein Sinken des
Ertriebes Hand in Hand ginge, nicht in dem Umfange auf
!) Aus der Denkschrift des Hüttenwerkes.
AG