Bergbau!) würde ein Ansteigen des Betriebsverlustes je
Tonne Roheisen um 25°, mit sich bringen, während die
Einführung des vollen Dreischichtensystems im Hochofen-
und Maschinenbetrieb ihn um 45%, steigern würde und
die Einführung der neunstündigen Arbeit in sämtlichen
anderen Betrieben, die vorher 10—12stündige Arbeitszeit
hatten, ihn um 56%, erhöhen müßte. Um überhaupt zu
einer Schätzung der Auswirkungen des Dreischichtensystems
nur im vollen Hochofenbetriebe zu kommen, errechnen wir
den Anteil seiner Belegschaft an der Zahl der Arbeiter in
den drei angeführten Betrieben, . Hochofen-, Maschinen-
betrieb und Bergwerk: Da der Hochofenberieb nur etwa
mit !/, der Belegschaft und also schematisch gesehen auch
mit !/, des Lohnaufwandes beteiligt ist, ergäbe sich von
da aus betrachtet eine Erhöhung der Verlustspanne um
nur 10%,
So erscheint aus allem der Schluß gerechtfertigt, daß
anderen Faktoren, z. B. den Schwankungen der Kokspreise,
Frachtkosten und vor allem der Roheisenpreise überhaupt,
eine viel größere Bedeutung für die jeweilige Rentabilität
der Roheisenerzeugung beizumessen ist, als dem Einfluß,
der infolge Lohnaufwandsveränderung bei Wechsel des
Schichtsystems eintreten könnte.
8 19. Die Bedeutung des Lohnaufwandes für die
„Rentabilität“ des Hochofenbetriebes.
Nachdem durch Vergleich von Veränderungen des
Lohnaufwandes mit Schwankungen sonstiger Selbstkosten-
größen erwiesen ist, daß die Lohnaufwandsveränderungen
beim Wechsel des Schichtsystems nicht die Bedeutung
haben, die ihnen von der Werksleitung beigemessen wird,
muß nun der Anteil der Löhne an der Gesamtheit der
Selbstkosten im Hochofenbetriebe überhaupt ermittelt werden.
1) Hier wurden nur zwei Schichten zu je 8 Stunden verfahren.
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