fullscreen : Wirtschaft als Leben

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,Die  Grenzen  der  Geschichte“,

metahistorischen  Konstruktion,  mit  den  geologischen  „Epochen“  und
den  biogenetischen  „Stammbäumen“  ist  doch  wenigstens  ein  Gerippe
geschaffen,  an  dem  selbst  das  interpolierte  Geschehen  den  nötigen  Anhalt ­
  fände,  um  zur  Not  wenigstens  ein  Gegenwert  historischen  Geschehens ­
  zu  sein.  Der  Aufschluß  über  das  einst  Geschehene  wäre  stark
verklausuliert,  immerhin  aber  geliefert.  In  der  landläufigen  Lösung
unseres  Problemes  steckt  also  doch  ein  gesunder  Kern.“
Dieser  Gedanke  hat  schon  deshalb  etwas  Blendendes,  weil  es  im
scheinbar  entscheidenden  Punkt,  mit  der  gültigen  Vornahme  des
Ordnens,  aufs  beste  bestellt  ist.  Ich  erinnere  nochmals  an  jene  schlagenden ­
  Übereinstimmungen  zwischen  der  Lage  der  Gesteine,  ihren
Einschlüssen  und  der  ontogenetischen  Entwicklung  —  wie  einerseits
die  tiefer  liegenden  Gesteinsschichten  regelmäßig  auch  die  „einfacheren“
Lebensformen  bergen,  als  ob  sich  das  „ältere“  des  Gesteines  mit  den
„tieferen“  Stufen  gattungsmäßiger  Entwicklung  paaren  würde;  wie  andererseits ­
  jedes  Lebewesen  über  einfachere  Formen  zu  sich  selber  heranwächst, ­
  als  ob  es  seine  Ahnenreihe  rekapitulieren  müßte.  Und  so
räume  ich  es  nochmals  ein,  daß  sich  uns  der  metahistorische  Schluß
auf  das  „Vorher“  und  „Nachher“  geradezu  aufzwingt.
Aber  gleich  dabei  kann  meine  Replik  einsetzen.  Was  drängt  sich  uns
hier  so  überzeugend  auf  —  der  Aufschluß  über  die  Vergangenheit?  Zunächst ­
  doch  nur  die  Art  und  Weise,  wie  sich  die  räumlichen ­
  Dinge  in  eine  zeithafte  Ordnung  bringen  lassem
Wenn  jene  Übereinstimmungen  nicht  wären,  kämen  wir  gar  nicht
auf  die  Idee,  das  Seiende  im  Geiste  der  metahistorischen  Konstruktion ­
  als  Gewordenes  aufzufassen,  z.  B.  also  die  Spezies  „Mensch“
als  Weiterentwicklung  der  organischen  Welt.  Genau  so  wenig,  wie
man  von  den  Ausgangspunkten  der  Konstruktion  auf  die  Natur  des
Konstruierten  rückschließen  darf,  ebensowenig  können  die  Verhältnisse,
die  überhaupt  erst  den  Geist  des  Konstruierens  wecken,  auch
noch  für  die  reale  Wahrheit  der  Konstruktion  einstehen.
Je  mehr  solcher  Übereinstimmungen  erhellen,  um  so  besser  kann  sich
der  Gedanke,  das  Seiende  in  jenem  weitgehenden  Sinne  als
Gewordenes  aufzufassen,  als  ordnendes  Prinzip  bewähren;
darauf  komme  ich  noch  zurück.  Für  die  Realität  des  Geschehens
aber,  das  wir  hierbei  als  das  Werden  denken,  wäre  durch  jene
Übereinstimmungen  nur  in  einem  einzigen  Falle  etwas  bewiesen:
sobald  nämlich  das  zeithafte  Ordnen  von  Haus  aus  so
gedacht  ist,  daß  sich  zugleich  ein  gültiger  Aufschluß
über  die  Vergangenheit  ergibt.
            
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