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Jung (-Stilling) in seinen Grundlehren von 1779 es tat, ob
man später trennt zwischen technologischem und
merkantilem Teil, wie der Berliner Schmalz in seiner
Encyklopädie 1819, oder zwischen Gewerbslehre und
Betriebslehre, wie der Heidelberger Baumstarck 1835,
es ist immer dieselbe grundsätzliche Auseinanderhaltung
der‘ Technologie und der Betriebswirtschaft, die vorgenommen
wird.
Mit dieser Feststellung leiten wir nunmehr zu der für
unsere Betrachtung wichtigsten Entwicklungstendenz hinüber,
der Ausbildung einer rein betriebswirtschaftlichen Systematik,
Wie die Dreiteilung an den Namen Dithmar, die Absonderung
des Technologischen an den Namen Beckmann
geknüpft ist, so die Grundlegung‘ der betriebswirtschaftlichen
Systematik an den Namen des Helmstädter Kameralisten
Zincke.
In Zinckes Kameralwissenschaft vom Jahre 1755 sind
all die leitenden Ideen vorgebildet, die bis zu Rau und
Baumstarck die betriebswirtschaftliche Systematik später beherrschen.
Zinckes Verdienst beruht darin, daß er die Notwendigkeit
begriff, der Einheit der Idee in der Vielheit der Erscheinungen
nachzuspüren, und daß er somit der Kameralistik
das wissenschaftliche Knochengerüst gab,
Dieses Streben nach zentralen Gesichtspunkten zeigt
sich bei ihm in doppelter Richtung.
Zunächst scheidet er das Allgemeingültige vom Besonderen
der einzelnen Fälle, worauf seine Trennung in G eneralökonomik
und Spezialökonomik beruht.
Wenn auch der tatsächliche Inhalt seiner Generalökonomik
vielfach Banalitäten (wie Ueberlegung, Entschluß, Ausführung,
Geschicklichkeit, Vorsicht, Glück, göttliche Schickung
u. dgl.) behandelt, so war doch bei der bislang herrschenden
chaotischen Betrachtung schon die Aufwerfung des Gedankens
verdienstlich.