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Scilly-Inseln
Mk., der durchschnittliche Notenumlauf
auf 66,8 Mill. Mk. Von diesen Banken
haben 24 ein Konkordat abgeschlossen,
wonach sie ihre Noten gegenseitig zum
Nennwert annehmen. Die Centralstelle,
eine Art Clearinghouse, ist die Bank von
Zürich. Nach der Generalbilanz vom 60.
Okt. 1880 hatten diese 24 Konkordats
banken zusammen 90,5 Mill. Mk. einge
zahltes und anöstehendcs Aktienkapital,
82,4 Mill. Mk. Notenumlauf; die Ak
tiva und Passiva balancierten mit 535,i
Geld, Maste und Gewichte. Sett
1. Jan. 1877 ist das französische System
vollständig eingeführt, nachdem dies schon
früher (1851) mit Münze und Gewicht
geschehen war. Die amtlichen Bezeichnun
gen sind säst durchgängig die französischen.
Srilly-Jnseln (spr. stilli-). brit. Insel
gruppe im Atlantischen Ocean, zur Graf
schaft Cornwall gehörig; nur fünf Inseln
sind bewohnt. Auf der Insel St. Mary
der Hauptort Hughtown. Deutsches Bice-
konsulat. Leuchttürme auf St. Agnes und
Bishops Rock. 1879 verkehrten hier 12
deutsche Schiffe.
Seine (spr. ssähn), Flust Frankreichs,
entspringt im Departement Côte d'Or,
auf dem "Plateali von Laiigres und mün
det nach 770 km langem Lauf zwischen
Havre und Honsteur in 10 km breiter
Mündung in den Kanal (La Manche).
Die S. wird bei Mareilly (von der Mün
dung der Aube an) schiffbar, ist von Ronen
an auch für Seeschiffahrt zugänglich und
hat sehr lebhafte Dampfschiffahrt. Milder
Somme, Schelde, Maas, dem Rhein,
Rhône, der Saône und Loire steht sie
durch Kanäle in Verbindung.
Semmering, s. Alpenstraßen.
Senegal, Fluß an der Westküste
Afrikas, entsteht aus zahlreichen Quell-
strömen, von denen der Kokoro, Basing
unb der Faleme die bedeutendsten sind.
Die Länge des S. von der Basingguelle
bis zur 'Mündung in den Atlantischen
Ocean wird auf 1850 km angegeben. B>S
Podor, 270 km von der Mündung, wo
der Strom eine Breite voll über 300 m
bei einer Tiefe von fast 8 m tyat, i(t^ bic
Flut bemerkbar, mit welcher selbst ^ee-
— Serbien.
schiffe so weit aufwärts gelangen können.
In der Regenzeit ist der Strom bis den
Felnkataratten bei Medine fahrbar.
Senegal, franz. Besitzung an der West
küste Afrikas, im Gebiet der Flüsse S.und
Gambia, bestehend aus den beiden Arron
dissements St. Louis mit Bakol undGorêe
mit Dakar; ca.220,000 cikm(4000QM.)
mit (1877) 136,047 (1876 noch 193,486)
Einw., davon in St. Louis 63,365, in
Goree 72,682. Die Einfuhr betrug 1877
in St. Louis 6,2, in Goree 4,5 Mill. Mk.
In St. Louis liefen 1878 : 87 Schiffe
ein, 80 aus, in Goree 578 ein und 558
aus. Die Abnahme der fremden Schiffe
ist eine ganz außerordentliche: 1878 lie
fen ein in Goree 34, in St. Louis 1 frem
des Schiff.
Srptimer, s. Alpenstraßen.
Serajcwo (Bosna Serai), Haupt
stadt Bosniens, in einer Ebene; (wo)
21,377 Einw. Deutsches Lerufükonsnlat
für Bosnien und die Herzegowina. Cen
tralstelle für Karawanen, die nach allen
Teilen der Türkei abgehen.
Serbien, früher der Türkei tributäres,
seit dem Frieden von Berlin 13. Juli 1878
unabhängiges Fürstentum mit erblicher
Herrscherfamilie und Konstitution seit 8.
Juni 1869. Durch den Berliner Kongreß
erhielt S. einen Zuwachs im Süden von
11,097 qkm mit (1879) 506,000 Seelen;
sonach beträgt das Gcfamtareal jetzt
48,657 (bisher 37.560) qkm (884 QM.)
mit (1879) 1,682,452Eilttv. Der Natio
nalität nach waren 1866: 127,545
Walachen, 24,607 Zigeuner, ca. 2589
Deutschere. Nach derReligion verteilten
sich die 1,353,890 Einw. des alten Gebiets
auf 1,341,041 Griechisch-Katholische, 6176
Mohammedaner, 4161 Römisch-Katho
lische, 2049 Juden, 463 Protestanten.
Produktion. Daö Land ist äußerst
fruchtbar und die Gebirge mit Waldun
gen bedeckt, auch ist die Regierung bestrebt,
die Bodenkultur zu heben; doch befindet
sich der Ackerbau, welcher die fast aus
schließliche Beschäftigung der Bewohner
bildet, noch auf sehr niedriger Stufe.
Hanptfrncht ist Mais, demnächst Weizen.
Die Jahresernte von Getreide wird offi
ziell berechnet auf: 1,8 Mill, hl Mais, 1,4
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