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III. Oer Kapitalmarkt.
Hunderts die Finanzierung der Eisenbahnen. Als der Sieg des Staats-
bausgstems den Banken einen wichtigen Geschäftszweig entzog, suchten
und fanden sie Ersah für den Ausfall in der pflege der Industrie. Während
aber die Bahnen durch starke Guthaben den Banken Mittel zugeführt
hatten, hatte die Industrie nanrentlich in Mittel- und Osteuropa ein
lebhaftes Bedürfnis nach Anlagekredit. Das bedeutete für die Banken
solange Immobilisierung, bis es gelang, den Kreöit durch Aktien oder
Obligationen abzustoßen. Die Banken behielten stch in vielen Fällen
bei Gewährung von Anlagekrediten die Umwandlung des Unternehmens
in eine Aktiengesellschaft oder die Rapitalserhöhung vor, entsprechend
den Traditionen der Eisenbahngründungszeit.
3. Um die Aktien und Obligationen dieser ihnen nahestehenden
Unternehmungen abzusetzen, trachteten die Banken mit ihren Runden
auch über den Einlageverkehr hinaus in nähere Berührung zu kommen
und das Rommissionsgeschäft, das sie auf dem Effektenmarkt pflegten,
gab ihnen die Möglichkeit, langsam in immer stärkerem Matz die Ver
mögensverwaltung ihrer Einleger an sich zu ziehen.
Die Tätigkeit der Banken auf dem Rapitalmarkt umfatzt die Fi
nanzierung, das Ronsortialgeschäft, die börsenmätzige Emission, das
Placement autzerhalb der Börse, die Vermögensverwaltung und Ver
mögensberatung sowie das Lffektenkc-mmissionsgeschäft.
34. Die Finanzierung.
Gelegenheit zur Zinanzierung gibt in der Gegenwart fast nur die
Aktiengesellschaft. Bei den Rentenwerten sind die Tgpen so außeror
dentlich einfach, datz geistige Tätigkeit der Banken fast nur bei Anleihen
jener Staaten notwendig ist, deren Finanzen nicht in Ordnung sind. Im
übrigen beschränkt hier sich die Tätigkeit auf die Rursbestimmung und
die Entscheidung über die kvahl des Anleihetgpus. Das gleiche gilt
von den Pfandbriefen.
von großer Bedeutung ist dagegen die Finanzierungstätigkeit bei
der Aktiengesellschaft. Der frühere hauptfall derselben, die Umwandlung
eines bestehenden Unternehmens in eine Aktiengesellschaft, ist in der Ge
genwart infolge der Tendenz die weitere Entwicklung der Industrie mehr
auf die Vergrößerung der bestehenden als die Errichtung neuer Unter
nehmungen zu basieren, nicht von derselben Bedeutung wie einst, spielt
aber immerhin noch eine erhebliche Rolle. Man wäre auf den ersten
Blick geneigt, die Umwandlung für leichter zu halten als die Neugrün
dung, da bei ihr Gsschäftsresultate schon vorliegen. Indessen zeigt die Er