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Auch bei dem Großindustriellen, dem großen Bankier
oder Kaufmann, dem Reeder usw, wirken die neuen Pro⸗
duktivkräfte sehr stark auf den Geist ein. Er deukt
große Unternehmungen, enormen Gewinn, an Kaͤrtell
bildung, ausländische Märkte und Kolonien, au die
Schöpfung einer nationalen Flotte und einer mächtigen
Armee, um seinen Einfluß, seinen Reichtum, seine Naͤcht
zu vergrößern. Aber wie sehr sein Denken auch von dem
der Kapitalisten und herrschenden Klassen früherer Jahr
hunderte im Grad unterschieden sein mag, die Ar! sei—
sies Denkens ist die gleiche.
Die Köpfe des Mittelstandes denken auch anders als
früher. Das Wachsen der Produktivkräfte hat sie nach
einer gefährlichen Seite gedräängt, von wo sie ins Prole
tariat stürzen könnten. Wie dem zu entkommen, durch
Kredit, Staatshilfe, Genossenschaften, darüber denken sie
nach — ganz anders als ihre Väter dachten. In diesen
Köpfen sieht es jetzt anders aus als zum Beispiel im acht—
zehnten Jahrhundert. Dennoch bewegt sich dieses Denken
in der alten Richtung: Gewinn, Gewinn, Privatgewinn!
Der Geist des nichtsozialistischen Arbeiters ist auch mit
Inderem Inhalt gefüllt als der seines Kollegen zum Be—
spiel aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts
Höherer Lohn, kürzere Arbeitszeit, Staatshilfe, besseres
Leben, das summt ihm durch den Kopf; das geht wie in
einem Bienenostck, wie ein Mühlrad in diesen christlichen,
nichtsoziglistischen Organisationen. Es sumt und brummt,
und es klingt immer dasselbe Wort: Organisation, besse
ces Leben. Aber auch diese Menschen gehen noch die alten
Wege: sie wünschen größeren Vorteil vom Kapital, vom
Privatbesiz — auf dem Boden des Pritabesizes
In den Sozialisten dagegen, da lebt etwas anderes,
da lebt etwas ganz Neues, das in dieser Gestalt nie in der
Welt war, Sie wollen, selbst auf dem Boden des Privat—
besitzes stehend, die Aufhebung des Privatbesitzes; sie wol—
en, selbst im kapitalistischen Staate lebend, den Umsturz
des kapitalistischen Staates. Ihre Gedanken, in der Hülle
des Kapitalismus geboren und genährt, wollen diese Hülle
vegschaffen, ihre Gedanken selIbst wollen au dere Ge—
danken werden. Die Arbeiterklasse will den Ursprung
ihres eigenen Daseins, das Kapital und den Privatbesiß
an den Produktionsmitteln vernichten. Diese Wirkung
der Produktivkräfte ist hier ganz anders als bei den ande—
ren Klassen, viel größer, viel kiefer, viel radikaler; und des—