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Zuerst ist festzustellen, ob der Verkehr auf Rechnung des
inländischen Veredelers oder auf die eines ausländischen Be-
stellers der Veredelungsarbeit geht. Im ersten Falle ist er ein
Eigenv ere d elung s-, im zweiten ein Lohnver-
ed e lung s v erk e hr.
Beim Eigenveredelungsverkehr kauft der inländische Ver-
edeler die zu veredelnde Ware auf eig ene Rechnung
im Auslande ein und erwirbt somit Eigentum
an ihr, veredelt sie und setzt sie dann nach seinem Gut-
dünken im Zollauslande dort ab, wo Nachfrage besteht. Diese
Art von Veredelungsverkehr ist also für den Veredeler be-
sonders vorteilhaft, da ihm in dem Verkaufserlöse die Ent-
schädigung für den Arbeitsvorgang selbst, also für die Wert-
erhöhung der unveredelten zur veredelten Ware, und außer
dieser Vergütung für seine gewerbliche Tätigkeit noch der
Handels gewinn zufließt. Dafür birgt aber der Eigen-
veredelungsverkehr u. U. auch schwere Gefahren besonders für
d i e inländischen Induftriezweige in sich, die Erzeugnisse von
der Gattung der unveredelten Ware herstellen, da der Ver-
edeler seine Rohware bei der ausländischen Konkurrenz kauft
und die inländischen Hersteller insoweit an Absatz verlieren.
Diese Gefahr wird um so größer, je umfangreicher der Eigen-
veredelungsverkehr ist.
Beim Lohnveredelungsverkehr dagegen ist der inländische
Veredeler mit einem Arbeiter zu vergleichen, der gegen be-
stimmten Arbeitslohn einen Arbeitsauftrag, eben die Ver-
edelung, für einen anderen ausführt. Dieser andere ist der
ausländische Besteller, der die zu bearbeitende Ware selbst lie-
fert oder sie nach seinen Angaben und auf seinen Namen durch
einen Vertreter einkaufen läßt. Hier bl e ib t d er Aus -
län d er während des ganzen Veredelungsvorganges
E ig ent üm e r der Ware. Nach der Veredelung hat der
Veredeler die Ware entweder wieder dem Besteller selbst oder
einem von diesem ausdrücklich bestimmten anderen Empfänger
zuzusenden. Der Lohnveredeler handelt somit nur nach
den ihm von dem Auftraggeber erteilten
Anweisung en, also im Gegensatz zu dem Eigenver-
edeler ohne freies Ermesssen. Der Lohnverkehr ist für den
Veredeler grundsätzlich weniger vorteilhaft als ein Eigen-
verkehr, da er nur die Entschädigung für die geleistete Arbeit
einbringt, während die Verdienstspanne zwischen dem Her-
stelungas- und dem Verkaufspreis – also der Handels -