Contents : Essays of Benjamin Franklin

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beide  Häuser  in  Gemeinschaft  miteinander  tätig.  AIs  die  Rüppell
&  Harnier  im  Jahre  1800  eine  dänische  Anleihe  debitierten,  wurde
Rothschild,  wie  schon  erwähnt,  mit  131  Partialobligationen  dabei
beteiligt.  Am  28.  Juli  1802  vereinigten  sich  die  beiden  Firmen,
um  der  kurfürstlichen  Landeskasse  zu  Mannheim  nach  „ausgefertigter ­
  Haupt-  und  darin  gemeldeten  Partialobligationen“  ein
Kapital  von  500  000  fl  24  ff  zu  leihen.  Als  am  5.  Dezember  desselben
Jahres  die  Rüppell  <6  Harnier  eine  Anleihe  von  4  Mill.  Gulden  mit
der  Rechnungskommission  der  Stadt  Frankfurt  abgeschlossen  hatten,
beteiligte  sich  wiederum  nachträglich  auch  Rothschild  an  diesem
Geschäft.  Am  22.  Dezember  traf  er  mit  der  befreundeten  Firma
ein  Sonderabkommen,  wonach  er  sich  verbindlich  machte,  bei  jener
Anleihe  den  zehnten  Teil  vom  Gewinn  und  Schaden  zu  übernehmen.
Demgemäß  hatte  er  auch  von  den  100  000  fl,  die  Rüppell  &  Harnier
als  bare  Kaution  hinterlegt  hatten,  den  zehnten  Teil  zu  tragen  und
beim  Empfang  von  Stadtobligationen,  wenn  er  sie  nicht  gleich  bar
zu  berichtigen  gut  fand,  dieselben  Unterpfänder  zu  geben  wie  die
eigentlichen  Vertragschließer.  Die  vereinbarte  Provision  sollte  genau
verrechnet  und  vom  bleibenden  Reingewinn  der  zehnte  Teil  nach
vollendetem  Geschäft  an  Meyer  Amschel  abgegeben  werden.  An  dem
halben  Prozent  aber,  das  die  Stadt  außerdem  für  kleine  Spesen
bewilligt  hatte,  wurde  Rothschild  nicht  beteiligt.
Im  folgenden  Jahre  finden  wir  beide  Firmen  gemeinsam  in
Kassel  tätig.  Unterm  1.  August  1803  reichten  sie  ein  Gesuch  an  den
Kurfürsten  ein  und  baten  um  Überlassung  von  1  Mill,  preußischer
4°/oiger  Obligationen  im  Umtausch  gegen  4°/oige  kurbadensche
und  hannoverisch-landständische.  Das  Gesuch  wurde  abgelehnt,
obgleich  die  Antragsteller  sich  zu  dem  Gegendienst  erboten
hatten,  nach  höchster  Bestimmung  einige  tausend  Dukaten
abzugeben.  Inzwischen  war  der  siebenundzwanzigjährige  Barthold
Georg  Niebuhr,  damals  dänischer  Kommerzassessor  und  Direktor
des  Bankkontors  in  Kopenhagen,  nach  Kassel  gekommen,  um
mit  Simon  Rüppell,  Meyer  Amschel  Rothschild  und  Michel  Simon
über  ein  dänisches  Anlehen  zu  verhandeln.  Diese  drei  Firmen
waren  hier  nicht  zum  ersten  Mal  zusammengetreten.  Sie  hatten
schon  früher  für  verschiedene  hannoverische  Landschaften  in  solidum
ein  Anlehen  im  Betrag  von  einer  halben  Mill.  Rtlrn.  in  Pistolen  zu
5  Rtlrn.  bewirkt 132 .  Jetzt  vereinbarten  sie  am  29.  August  die  Bedingungen, ­
  unter  denen  sie  —  vermutlich  mit  kurfürstlichem  Gelde  —
            
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