Full text: Die Vereinigte Stahlwerke A.-G.

wieder zugeführt wird, daß sowohl das ihm zuströmende Gas 
als auch die Verbrennungsluft auf ungefähr 1000 Grad vor- 
gewärmt werden. 
In der eben besprochenen Horizontalreihe des Stamm- 
baums erscheint nun erstmalig neben demjenigen Würfel, 
welcher die Menge des Stahleisens repräsentiert, ein in punk- 
tierten Linien gezeichneter Würfel, der durch eine ebenfalls 
punktierte Verbindungslinie mit einem etwas größeren, eine 
Reihe tiefer stehenden Würfel in Verbindung gebracht ist, 
der den Gesamtverbrauch von Alt- und Neuschrott darstellt. 
Man bezeichnet mit dem Namen „Schrott“ alles das- 
jenige Altmaterial, welches in irgendeiner Form den Hütten- 
prozessen wieder zugeführt wird. Dieses Material besteht 
sowohl aus schmiedbarem Eisen als auch aus Stahl und aus 
Gußeisen, und je nach seiner Beschaffenheit wird dieses 
Material nun den verschiedenen Hüttenprozessen wieder zu- 
geleitet. Der Stammbaum zeigt dabei, besonders hervor- 
gehoben, gewisse Mengen von „Neuschrott‘“, die, wie die 
Pfeile der punktierten Linien andeuten, aus verschiedenen 
hüttenmännischen Vorgängen herrühren. Man bezeichnet mit 
diesem Namen diejenigen Abfalleisenmengen, welche in den 
Hüttenwerken selbst fallen und von ihnen meist unmittelbar 
im eigenen Betriebe wieder weiterverarbeitet werden, während 
„Altschrott‘“ alle diejenigen Eisenmengen benannt werden, 
welche im Laufe der Zeit durch Unbrauchbarwerden eiserner 
Fertigwaren entfallen. Sie werden überall dort, wo Eisen in 
nennenswerten Mengen verbraucht wird, vom Schrotthandel 
gesammelt und nach entsprechender Sortierung den Eisen- 
werken wieder zugeführt. 
Der Martinprozeß besitzt nun von allen hüttenmännischen 
Arbeitsweisen die ihn besonders kennzeichnende Fähigkeit, 
solchen Schrott in sehr großen Mengen wieder zu verarbeiten. 
OB
	        
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