‚4. Titel: Gejellihaft. 88 714, 715. 1295
862 3RO.). Das GMeiche wird dann gelten, foferne die Sefellichafter nur
uf das Gefellichaft&vermögen belangt werden. Eoweit die Gejellichafter
Kt je für fich verklagt wurden, beftcht gewöhnlıche Streitgenofjen{dhaft.
Bgl. RNOR.-Komm. Bem’ 4.
Da die Gefellfhafter Bartei find, Können fie in den Gefellfhaftsprozefjen
auch nicht al Beugen vernommen merden dal. KGE. Bd. 7 ©. 365) oder
eine Nebenintervention erheben.
Yeber die Eriordernifie eines Urteil8 gegen die Gefellichaft und über
Bw EN in das SGefellichattsvermügen 1. Wem. V zu 8 718.
eber Einfluß des AusSicheidenS eines Gefelljchakters, fowie
anderfeit3 des Eintkritt8 eines neuen Sejellichafter8 auf den jhwebenden
Prozeß einer Gefellihaft f. Ben. 11, e zu 8 736, Vem. 11, 3, a, 8 zu S 738
md 88 265 ff. 3BO., {jowie Anofe S. 129 und S. 182 ff.
3um Ganzen bval. ferner SHelwig, Anfprudg und Klagerecht S. 199 ff.
Schollmeyer, Schuldverhältniffe S. 77 f., Endemann I $ 180 Nr. 2, Veterfen-
Anger, Komm. 3. RBO. 862 Bem. 21, SGaupp-Stein zu S 62 3WO. und
Bem. I zu 8 50 3RO., Seuffert Zem. 2, b zu 862 ZPO. fowie auch Knoke
im Arch. f. bürgerl. KR. Bd. 20 S. 182, Gierfe a. a. DO. S. 43, Weiland
a. a. ©. S. 79, 81, 94, 95, Müller a. a. OD. S. 32 ff.
N Nu der Praxis vol. ROS. Bd. 57 S. 92, Bd. 54 S. 106, Bd. 70
S, 32, Ripr. d. DLG. (Dresden) Bd. 4 S. 202, (Gamburg) Bd. 10 S. 186,
Seuff. Arch. Bio. 62 Kr. 31. .
Wegen der Eintragbarkeit im Grundbuche vgl. DLG. Dresden, Seuff.
Arch. Bo. 64 S. 248, Bentral-Bl. Bd. 10 S. 35.
Eo Y. Hinfichtlih des MebergangesS für bereits beftehende Gefellichaften vol. Art. 170
1908 ipr. d. OLG. (Celle) Bd. 4 S. 199 und Habicht 8 23 (die no dem 1. Yanuar
N entitandenen rechtlichen Beziehungen des einzelnen Gefellichafter8 Dritten gegenüber
ID auch bei einer vor dem_1. Januar 1900 gegründeten Gejellfichaft nach neuem Kechte
ju beurteilen), Sowie bayr. Oberit. L®. Recht 1907 S. 826.
8 715.
. Sit im Gefellihaftsvertrag ein Sefelljchafter ermächtigt, die anderen Sejell-
after Dritten gegenüber zu vertreten, fo kann die Vertretungsmacht nur nach
Maßgabe des 8712 Aof. 1 und, wenn fie in Verbindung mit der Befugniß zur
Seichäftsführung ertheilt worden it, nur mit diefer entzogen werden.
£ 1, 640 Abf. 2; II, 6553; II, 702.
x 1. Gntziebung der Bertretungsmacht. In diejfer Hinficht find drei Zülle aus-
"nander zu halten:
a) Die an einen SGefellihafter oder an eine Dritten erteilte gewöhnliche
at fann nach allgemeinen Grundfäßen miderrufen werden (val.
®ründet {ih aber die Bertretungsmacht, auf den Sejellfhaft3-
dertrag al8 folchen (val. Bem. I zu 8 712), 1o {ft zu unterfcheiden, ob diefe
Vertretung zugleich in Verbindung {teht nut der Beijugnis zur Gefchäfts=
ührung nach innen (vol. $ 714) oder nicht. N
Die Entziehung einer gefjellfhaftlidhen BertretungsSmadt über-
haupt ft mur nach Maßgabe des $ 712 Ubi. 1, alfo nur auß wichtigen
Srinden zuläjfig. Val. Bem. 1 zu 8 712. Bei Zufälfigfeit des freien
Biderruf® würde die Nechtöitelung des betreffenden Gefellichafter8 zu Ichr
zefchmölert werden, da ja die im Gefellfhaft&vertrage mwurzelnde Vers
:retungsbefugni8 ein GefellfchaftSrecht für den betreffenden SGefclichafter
jedeutet. Im übrigen muß eS hier gleichgültig fein, ob ausdrückliche vder
tilfchweigende Ermächtigung zur Bertre:ung vorliegt (oval. Neumann Note 2).
Wenn aber die Vertretungsmacht nach außen in Verbindung mit der Bes
‘ngni8 zur Gefhättsführung erteilt ift, fo jollen wegen des innigen
Zujammenhange8, der hier beitebt, nur beide Befugniffe zugleich ent-
jogen werben können, mas felbitverfändlih auch nur aus wichtigen Oründen
$ 712) zulöffig it.
) 2, Die Borfhrift des 8 715 bezieht ih in eriter RKeibe nur auf das Verhältnis
er Befellichaiter untereinander. Kür das Verhältnis zu Dritten (SS 168 ff.) fomnit
dd]