Object: Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique

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rechtzeitig verlässt. Irgend welche Gesundheitsstörungen bleiben nie 
zurück. 
Günstig auf den Verlauf wirkt der Gebrauch eines salinischen 
Laxans, und zwar wird in Höchst Bittersalz oder Karlsbadersalz ge 
geben. Ungünstig dagegen und stets mit entschiedener Verschlim 
merung der bestehenden Symptome verbunden ist der Genuss von 
Alkohol, zu welchem die Arbeiter in Form eines Schnapses gegen 
ihr Gefühl von Mattigkeit und Schwäche gern ihre Zuflucht nehmen. 
War die Einwirkung der Anilindämpfe eine längere, oder waren 
die Dämpfe concentrirter, wie dies durch Verschütten von Anilin in 
spec, bei Durchtränkung der Kleider mit Anilin vorkommt, so sind 
die Symptome schon schwerer. In diesen Fällen ist der Beginn der 
Krankheit wie bei den leichten: Schläfrigkeit, Schwindel, Gefühl von 
Hinfälligkeit u. s. w. Diese Symptome steigern sich jedoch in mehr 
oder weniger kurzer Zeit. Die anfangs livide Farbe der Lippen wird 
dunkelblau, selbst schwarz. Der Gang wird so unsicher und der 
Schwindel so stark, dass der Kranke zu Boden stürzt; der Puls ist 
verlangsamt, die Temperatur jedoch wenig alterirt; die Pupillen sind 
verengert; die Sensibilität ist vermindert; die ausgeathmete Luft hat 
einen deutlichen Anilingoruch. Kommen die Kranken wieder zu sich, 
was sehr oft unter Erbrechen geschieht, so klagen sie über heftigen 
Kopfschmerz; gegen Nahrungsmittel haben sie einen förmlichen Wider 
willen. ln einigen Fällen tritt Strangurie mit dunklem, dickem Urin 
auf — alle diese Fälle gehen jedoch nach wenigen Tagen in Genesung 
über, wobei es vorkommt, diiss nach Ablauf aller anderen Symptome 
der vermehrte Drang zum Urinlassen noch durch mehrere Tage fort- 
bcsteht. 
ln diesen Fällen sind Reizmittel in Form von Ucl)crgieSsungen 
oder der innerlichen Anwendung von Aether, Ti net. Mosch i etc. indicirt. 
In noch schwereren Fällen, deren wir noch keinen zu beobachten Ge 
legenheit hatten, soll nach Hirt der Arbeiter, nachdem grosse Mengen Anilins auf 
einmal inhalirt resp. verschluckt wurden, plötzlich zu Boden stürzen; die Haut 
ist kalt und blass; Lippen und Nasenschleimhaut sind blau; der Athem riecht stark 
nach Anilin; der Puls ist klein, beschleunigt; die Itespiration verlangsamt; die 
von vornherein herabgesetzte Sensibilität erlischt allmälig ganz und in den 
meisten Fällen erfolgt, bisweilen nachdem Convulsionen vorausgegangen waren, 
der Tod in einem comatösen Zustande. 
Auch in Bezug auf die chronischen Anilinvergiftungen müssen wir 
uns an die Schilderungen von Hirt halten, indem wir bis Jetzt eine solche nicht 
beobachtet haben, lieber dieselben liegen überhaupt ausser den von Hirt in Hyde 
bei Manchester, wo Anilin im Grossen dargestellt wird und die Einwirkung aller
	        
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