Object: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Vorblick. 
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lichen Fond politischer Tüchtigkeit in der Gentry und gesetz- 
jicher Freiheitsliebe im ganzen Volke durch eine Reformgesetz- 
gebung von ähnlicher Kraft wie die der Elisabeth war, ohne 
durchgreifende Umwälzungen alle gerechtfertigten Wünsche 
befriedigen können, denn nirgends war unerträglicher Druck, 
nirgends waren unheilbare Missstände. 
In der That hat auch England weder am Ende des 
vorigen Jahrhunderts, noch 1830 oder 1848 eine Revolution 
erlebt; aber es haben sich seit Mitte des vorigen Jahrhun. 
derts erst in kleinen Anfängen, dann immer gewaltiger Massen- 
bewegungen und Agitationen kämpfender Parteien und Stände 
entwickelt, die allmälig die socialen und politischen Zustände 
des Landes völlig umgestalteten. Es kam keine Revolution; 
es genügte aber auch nicht die eigene und freie Einsicht der 
herrschenden Klassen und das aufgeklärte Anknüpfen an die 
alten Traditionen. 
Diese langsam und gesetzlich vollzogenen, aber doch ge- 
waltigen Umwälzungen haben ihren Grund nur sehr theilweise 
in der Verknöcherung der alten politischen und socialen In- 
stitutionen. Die hauptsächlich treibenden Mächte waren das 
Eindringen demokratischer Ideen und die Entwickelung der 
Grossindustrie, 
Eine geistige Bewegung, die sich zu den Traditionen der 
Nation in Widerspruch setzte und eine materielle Entwicke- 
lung, die mit unwiderstehlicher Kraft alle Verhältnisse umge- 
staltete, so dass sie von Vielen selbst als eine. Revolution be; 
zeichnet wird — sie waren es, die den Charakter des neuen 
Englands bestimmten.
	        
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