Object : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Preisigke,  Girowesen  im  griech.  Ägypten.

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Abschn.  45.  Scheck.

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konnte,  oder  auch  aus  anderen  Gründen,  war  dieser  Weg  der  bequemste. ­
  Man  begab  sich,  wenn  man  eine  Girozahlung  leisten
wollte,  auf  die  Bank;  dort  hatte  man  zweifellos  für  bequeme  Gelegenheit ­
  zum  Schreiben  gesorgt,  dort  waren  Schreiber,  die  ein
sachgemäßes  Schriftstück  aufzusetzen  imstande  waren  und  infolge
ständiger  Übung  in  Notariatsdingen  mit  Kat  und  Tat  helfen  konnten.
Der  Gang  zur  Bank  mag  für  diejenigen,  die  mit  Geldangelegenheiten ­
  öfter  zu  tun  hatten,  ohnehin  zu  den  regelmäßigen  Bedürfnissen ­
  gehört  haben.
Die  Beglaubigung  der  Echtheit  der  Giroanweisung
geschah  dadurch,  daß  der  Giroaussteller  eigenhändig  sein  Siegel
darunter  abdrückte  (siehe  oben  S.  128  und  S.  205).
Abschnitt  45.
Scheck.
Wie  es  Schecks  für  Kornzahlungen  gab  (Abschn.  28),  so
gab  es  offenbar  auch  Schecks  für  Geldzahlungen.  Giroanweisung
und  Scheck  haben  inhaltlich  keinerlei  Unterschiede  (siehe  S.  119).
Für  den  Kornverkehr  konnten  wir  Schecks  daran  erkennen,  daß
sie  am  Fuße  den  eigenhändigen  Ausweis  des  Zahlungsempfängers
tragen  (S.  130).  Solche  Ausweise  am  Fuße  von  Giroanweisungen
sind  für  den  Geldverkehr  bisher  nicht  bezeugt,  daher  lassen  sich
sichere  Beispiele  für  Geldschecks  ^  nicht  erbringen  (vgl.  hierzu  S.  125).
P.  Gen.  2  (3.  Jahrh.  n.  Chr.)  sieht  fast  wie  ein  Scheck  aus  *  ;
ZOpoç  ’AXeHávòpuj  KaXôiç  Troiqcreiç  òoúç  up
dvaòiòóvTi  (TOI  TÒ  7tit’t(Íkiov  TTacríujvi  ú(iTèp)  pèv  tókou
(òpaxpàç)  ò  (TexpibßoXov),  Kai  àirò  toO  KcqpaXaíou  (òpaxpàç)
ò,  ibç  TevécrOai  (òpaxpàç)  n  (teTpibßoXov).  ’AXX(i  ¡aq  dpeXqcTqç,
ènei  xàç  icraç  êcrxov^  nap’  auroO  èvOáòe  èni  Tqç  TtóXeujç.
Unter  der  Annahme,  daß  Alexandres  ein  Bankhalter  (ipaire-ZÍTqç)
  ist,  würde  der  Zusammenhang  etwa  folgender  sein.  Syros
hat  an  Pasión  4  Drachmen  und  4  Obolen  Zinsen  zu  zahlen,  außer-‘

  Welche  Bedeutung  das  Wort  ttittúkiov  in  den  neuen  Berliner  Bankurkunden ­
  hat  (Schubart,  Archiv  V  S.  65  u.  131),  läßt  sich  noch  nicht  bestimmen. ­
  Schubart  vermutet  eine  Art  von  Bankscheck.
*  Wilcken,  Archiv  III  S.  380.
®  vgl.  die  Berichtigungen  und  Bemerkungen  von  Wilcken,  Archiv
UI  S.  380.
            
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