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Französisch-Afrika.
Die französische Kolonie Algier besitzt eine Reihe von
Handelskammern, so in Algier, Bougie, Bone und in Oran. Diese
unterstehen vollständig der französischen Gesetzgebung über die
Handelskammern, jedoch mit den geringen Abweichungen, daß
die Etats und Rechnungen der algerischen Kammern zur Prüfung
an den Generalgouverneur und nicht an den französischen Handels
minister gehen, und daß die Handelskammern, wenn sie direkt
mit den französischen Ministern korrespondieren, hiervon ihrem
Gouverneur und Generalgouverneur Mitteilung zu machen haben.
Weitere Handelskammern oder Chambres eonsultatives besitzt
Frankreich in anderen afrikanischen Kolonien. Es finden sich
solche in Saint-Louis, Dakar und Goree (Senegal), in Rufisque
und Grand-Bassam (Pfefferküste), in Tananariva, Majunga, Ta-
matave, Earafangana, Fianarantsoa, Tulear, Diego-Suarez, Nossi-
Be, St. Marie (Madagaskar) und auf Reunion.
Auslandshandelskammern in Afrika.
Neben den oben erwähnten Auslandshandelskammern, welche
in Alexandrien ihren Sitz haben, gibt es in Afrika noch eine
Reihe anderer Auslandshandelskammern. Es finden sich in Tunis
eine englische und eine italienische Handelskammer, in Marokko
die spanische Handelskammer zu Tanger und zu Port Louis auf
Mauritius eine französische Kammer.
Algier.
Das übrige
Afrika.
Auslands-
Handels
kammern.