spricht zwar gegen diese Aufteilung, besonders die Über-
legung, daß einer bestimmten Lohnsumme ganz verschiedene
Unkostensummen zugeordnet sind, je nachdem sie an teuren
und im Betrieb kostspieligen Maschinen abgeleistet werden
oder in Handwerkstätten. Unterteilt man jedoch die Werk-
stätten nach diesen Gesichtspunkten, wie das ja die Regel
ist, so ist die Verteilung der Unkosten auf die direkten
Löhne so leicht, angenehm und rechnerisch zuverlässig, daß
man mit Recht immer wieder auf dies Verfahren zurück-
greift. Erspart man doch jede besondere Ermittlung, da
man ja die Summe der direkten Löhne unmittelbar aus den
Aufstellungen des Lohnbüros gewinnt, sich also gewisser-
maßen ein Abfallprodukt der Lohnauszahlung zur Selbst-
kostenrechnung zunutze macht.
Man setzt also die direkten Löhne jeder Werkstatt in ein
Verhältnis zu den gleichzeitigen Unkosten und errechnet
so einen sog. Unkostenprozentsatz, wie es aus den letzten
beiden Zeilen der Tafel Abb. 28 ersichtlich ist. Dieser
Prozentsatz ergibt jeweils das tatsächliche Verhältnis der
Unkosten zu den direkten Löhnen und ermöglicht eine Nach-
kalkulation der Aufträge nach den tatsächlichen gesamten
Aufwendungen. Der Prozentsatz wird für die Werkstätten
ganz verschieden sein. In einer Metallwarenfabrik etwa
wird er für die Stanzerei und Zieherei sehr hoch sein, da
hier die Unkosten für die Bedienung und Instandhaltung der
maschinellen Einrichtung erheblich sind. Geringer werden
sie schon in der Klempnerei sein, wo Handarbeit überwiegt,
und am geringsten in der Fertigmontage, wo die Kraftkosten
und jeder Unterhaltungsdienst fast ganz wegfällt.
Nun gibt es aber eine Reihe von Hilfsbetrieben und
Abteilungen, in denen wohl Unkosten, nicht aber direkte
Fabrikationslöhne entstehen. Ein prozentuales Verhältnis
kann daher hier nicht ausgerechnet werden, bevor man nicht
diese Unkosten in irgendeiner Weise auf die produktiven
Werkstätten aufgeteilt hat. Man sagt sich, daß letzten Endes
alle diese Unkosten nur dazu da sind, um diesen Werkstätten
die produktive Arbeit zu ermöglichen, daß also der Aufwand
etwa für die Kraftzentrale, das Arbeitsbüro, den Einkauf
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