(995) 1866 Aug. 10
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früher zum Krieg. In beiden Fällen hat Bon[aparte] das Risiko,
einen Krieg gegen seinen Willen und ohne gehörige diplomatische
Vorbereitung, ohne gesicherte Allianzen führen zu müssen für den
»ffen ausgesprochnen Zweck der Eroberung. Bismarck hat übri-
; gens schon vor mehreren Jahren dem hannoverschen Minister
Platen gesagt, er werde Deutschland unter den preußischen Helm
bringen und es dann, um es „in Eins zu schmieden“, gegen die
Franzosen führen.
Hier zirkulieren Zirkulare zu einer „Kinkelfeier“, verbreitet
vo von Leppoc, „groß als Dichter und als Mensch“, ä propos von
Fromm-Gottfriedels Abreise nach Zürich. Ich habe meine Bereit-
willigkeit erklärt, mich bis zum Belaufe eines farthings dabei zu
beteiligen. .
Mit besten Grüßen an Deine Frau und die Mädchen,
Dein F. E.
996. Marx an Engels; 1866 August 13.
13 aoüt 1866.
Dear Fred,
Lenchen kam Sonnabend zu spät auf die Post, um die zwei
„ Zeilen fortzuschicken, worin ich den Empfang der £ 10 mit
bestem Dank angezeigt.
Du mußt entschuldigen, wenn ich heut keinen Brief schreibe.
[ch habe die dringendsten Geschäfte auf dem Hals. Dem Lafargue
habe ich heute langen französischen Brief geschrieben, worin ich
» ihm anzeige, daß ich von seiner Familie des renseignements posi-
tifs über seine ökonomischen Verhältnisse haben muß, bevor die
Sache weitergehn oder sich zu einem arrangement entwickeln kann.
Ein Brief, den er mir gestern von einem berühmten französischen
Arzt in Paris mitteilte, spricht für ihn.
Der Titel des Buchs: „P. Tremaux: Origine et Trans-
formations de l’Homme et des Etres, Premidre Par-
tie Paris (Librairie de L. Hachette) 1865.“ Der zweite Teil
;st noch nicht erschienen. Keine Planches. Die geologischen maps
des Manns sind in seinen andern Werken.
Einliegend Wisch von Liebknecht. Ich schicke Dir auch seine
Zeitungen, die keinen Schuß Pulver wert sind.
Salut! Dein K. M.
TA
Ich werde auch die Hauptschrift des Pariser, oben erwähnten
mödecin bekommen und Dir zur Mitteilung schicken, sobald ich’s
u selhst gelesen.
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