14. Titel: Gejelichaft. S 705. 1273
Neber die Frage der Gültigkeit und der Rechtswirkung der Kon-
surrenzberbote und der Vertragsitrafen, die gerade im Kartellwefen
zine befondere Rolle fpielen, vgl. eingehend Kunditein a. a. ©. und die dafelbft
ET Qiteratur und Vrarıs, fowie unten Bem. VI, c und Bem. 1, d und f
zu 8 344.
Ueber die Anwendbarkeit des 8826 auf Kartelle f. Bem. 3, c, d
zu 8 826 und die dort angeführte Literatur und Vraris.
Neber Truft8 im befonderen vgl. Schöny, Treuhandgejhäfte,
Arch. f. bürgerl. N. Bd. 35 S. 291 HM. insbef. S. 318 ff.
Wegen des jog. gewerblidhen ®ruppenakkor ds und der Kolonnen-
verträge vgl. oben Bem. HL, 12.
_ 3. Form und Mbjchluß des Gefellfchaft8vertrag8 (vgl. hiezu auch Anoke
S. 26 und 27):
a) Der ES TE an fi Gvie im gemeinen Recht, jedoch im
Segenjaße zum BUN. El. 1 Fit. 17 8 170) Feiner befitimmten Forum.
Soweit jedoch einzelne Noreden im Vertrage nad Maßgabe der ihnen zu
zebachten Nechtswirkungen auch fonft formbedürftig find, gilt dies natürlich
auch für den ER 3. B. ein SGefelljchafter hat fich ver-
en ein Grundftück der Gefellichaft zu übereignen, val. hiezuw auch S 706
nit Bem.
Der Vertrag gilt als geföloffen, fobald man fih über die wefjent=»
üben Punkte des VBertrag$ geeinigt hat (M. 11, 595). DaB die zur
DU des SGefellichaftszwed® Sienjame Leiftung feitens8 des einzelnen
Sefellichafters bereits gemacht ift, it für den Hofchluß des Vertrags (da er
‚a fein Healvertrag it) nicht N (Windicheid-Ripp, Band. Bd. 2
3 405 a. €. und Seuff. Urch. Bd. 46 Hr. 187, val. ferner NOS. in Sur.
Wichr. 1909 S. 656).
Die Frage, ob auch ein Borvertrag (vgl, Bd. I Vorbem. 8 vor S 145) über
denmächttige Eingehung eines Gefellfchaftsvertrags gultig ift, war fhon bisher
beftritten OR Ent{ch. d. ROHS. Bd. 9 Nr. 14 S. 38, dagegen Staub zu
Urt. 90 HSOB, ä. SF. S 1b); ein {older Borvertrag ift denkbar und rechtlich
muläffig (val. Dertmann Ben. 5, Goldmann-Lilienthal S. 734, Planek Bem. 4.)
Die Nechtsmirkfamkeit derartiger Bereinbarungen wird aber {tet davon
xbhängig fein, ob die Aontrahenten über den wejentlidhen Inhalt des
;päter_zwifdhen ihnen abzufchließenden SHE bereits übereingefommen
ind (Seuff. Arch. Bd. 46 Mr. 187). So ijt beijpiel8weife die ohne nähere
Beftünmung getroffene Worede, jemanden als Aifocie in fein Geichöäft
ufzunehmen, al8 zu unbeftimmt och nicht rechtlich bindend (Seuff. Arch.
Bd. 47 Nr. 190). , .
Von verfdhiedenen Seiten MM. 11, 595; Dertmann Bent 1) wird au die
Möglichkeit des {tillfchweigenden Abihluffes eines Gefellichaftsvertrags
in Üebereinftimmung nit Der bisherigen PniS) vgl. Seuff. Arch. Bd. 20
Yr. 200, 201, RGE. Bd. 7 Nr. 53, Bd. S Nr. 26) {olehthin eingeräumt.
Die8 dürfte mit aroßer Borficht aufzunehmen fein: Die EN
:ine8 fonfreten Gefellichaftszweds wird für die Regel nicht ftill-
‘chweigend gefchehen Können. Würde man fich auf erlteren Standpunkt
jellen, {o mürde die Folge die fein, daß man 3. B. bei allen gemeinfamen
Erwerbsgefdhäften einen {tilljchiweigenden Sejellfchaftsvertrag unter den
Erwerbern annehmen müßte. Dies ent{pridht aber ficherlich nicht dem
Rillen des SGefebgeber8, hier liegt vielmehr regelmäßig mangels näherer
Berabredungen nur eine Gemeinichaft im Sinne des 8$ 741 {f. vor (Cofad II
5 965 1,3). Bol. hiezuw ferner auch bayr. Oberft. LG. Bd. 4 (n. F.) ©. 294.
Wenn der Vertrag nichtig ift (vgl. hiezu auch oben Ben, IV, 1), fo liegt
ine Gefellichaft überbaupt nicht vor; wegen des gemeinfchaftlichen Vers
nögen8 haben danı die Normen der 88 741 ff. Unwendung zu finden.
Bei Erwerb oder Verwertung von Grundftücen für eine Gefellfchaft
wird Häufig ftrittig, ob und inwieweit die Form des 8 313 einzuhalten ift,
vol zunächit Bem, N, 1 3u 8313, aus der Praxis val. Necht 1905 S. 646,
Sruchot, Beitr. Yd. 49 S. 619, 627, L3. 1907 S. 433, 1909 S, 396 und 674, 1910
S, 79, Warneyer Erg.-Bb. 1908 Nr. 23, 1909 Nr. 287, NOS. Yd. 68 S. 260 ff.,
Sur. Wichr. 1909 S. 160 Nr. 6, S. 656 Nr. 6, Seuff. Arch. Bd. 64 Ir. 149,
JMpr. d. OLG. (Kiel Xb. 17 S. 377, Recht 1908 Nr. 3236, HoldbeinsMSchr.,
1908 S. 102. HierauZ jet hervorgehoben: Ein Sefellihaftsvertrag, der den
zenteinfchaftlichen Erwerb uırd die vorteilhafte Weiterberäukerung bon Örund-
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