Full text : Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

zahlen der beiden Zeiträume durch je 6 dividiert und diese Monatsdurchschnitte
 allen nachfolgenden Zahlenangaben zugrunde gelegt
wurden.
Ausgangspunkt der Untersuchungen bildeten einmal die technischwirtschaftlichen
 Standardziffern und andererseits die wertmäßigen absoluten
 sowie die auf die Tonne berechneten Ziffern der Durchschnitts-Gestehungskosten
 der einzelnen Gruben in ihrer Gesamtheit und in
ihren Einzelfaktoren.
Die ausgefüllten Einzelfragebogen sind — getrennt nach technischwirtschaftlichen
 Standardziffern einerseits und. Gestehungskosten andererseits
 — sowohl in ihrem Gesamtergebnis wie auch für die hauptsächlich
 in Betracht kommenden Konzerne zusammengefaßt und in den
für die Beurteilung maßgebenden Beziehungen ausgewertet worden.
Etwaige Unrichtigkeiten in der Ausfüllung der Fragebogen wurden auf
Grund örtlicher Prüfung, an der ein Beauftragter des Preußischen
Ministeriums für Handel und Gewerbe teilnahm, vor der Auswertung
berichtigt.
Da die Abschreibungen infolge der Verschiedenartigkeit ihrer Behandlung
 bei den einzelnen Betrieben keine Vergleichsmöglichkeiten
boten, wurde von ihrer Auswertung Abstand genommen.
Die Verhältnisse im Siegerland sind gegenüber denen des Lahnand
 Dill-Gebietes einschließlich Oberhessen so grundsätzlich abweichend
gelagert, daß sich eine getrennte Behandlung als zweckmäßig erwies.
Der gestellten Aufgabe entsprechend, sind schließlich im zweiten
Hauptabschnitt die einzelnen Untersuchungsergebnisse zusammengefaßt
worden.

A. Darlegung der wirtschaftlichen Grundlagen
der Eisensteingruben des Notstandsgebietes.
L Notstandsgebiet im Siegerland.
Die Erzgewinnung im Siegerland erstreckt sich fast ausschließlich
auf Spateisenstein mit ungefähr dem gleichen Gehalt an Eisen. Die
Gehalte der gewonnenen Erze an Eisen liegen etwa bei 34 °/..
Das Vorkommen an Erzen ist durchweg so gelagert, daß der Abbau
nur im Tiefbau erfolgen kann.
Die Abbauverhältnisse sind demnach im Siegerland derart, daß
ein Gesamtvergleich der Werke untereinander möglich ist.
Gewisse Unebenheiten bei den einzelnen Vergleichen sind allerdings
 in den Fällen vorhanden, wo die verschiedene Teufe der einzelnen
 Schächte einen Einfluß auf die zu untersuchenden Faktoren ausüben.
 Da diese Unebenheiten jedoch auf das Gesamtbild nur einen verhältnismäßig
 geringfügigen Einfluß haben, habe ich sie aus Zweckmäßigkeitsgründen
 außer acht gelassen.
Die Gesamtförderung des Siegerlandes betrug im Jahre 1913 etwa
2630000 Tonnen, im Monatsdurchschnitt also etwa 219160 Tonnen.

ir
g*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.