Die Förderung derjenigen Werke in 1913, die in 1926 noch in Betrieb
waren und der Untersuchung unterlagen, hatten in der zweiten
Hälfte des Jahres 1913 nach den eingereichten Unterlagen eine durch-Schnittliche
monatliche Gesamtförderung an versandfähigem Rohmaterial
von 160519 Tonnen.
Die gegenüber 1913 um 6 Werke vermehrte Anzahl der zur Untersuchung
stehenden Betriebe förderte in der zweiten Hälfte des Jahres
1926 im Monatsdurchschnitt 160 082 Tonnen.
Der Förderrückgang in 1926 der in 1913 erfaßten Gruben hat, vorwiegend
seinen Grund in geologischen Verhältnissen (Verschlechterung
des Vorkommens, Abnahme der Gangfläche, Verquarzung usw.). Die
Förderzunahmen sind teils auf geologischem, teils auf wirtschaftlichem
Gebiete zu suchen. Während 10 Werke einen Rückgang der Förderung
mit etwa 40 600 Tonnen monatlich im Gesamtdurchechnitt zu verzeichnen
haben, ist bei den restlichen 11 erfaßten Werken eine Zunahme der
Förderung von insgesamt etwa 22800 Tonnen im Monatsdurchschnitt
Zu verzeichnen,
Die Förderung bezifferte sich in 1913 pro Mann im Monat. auf etwa
17,5 Tonnen.
. Auf den einzelnen Mann entfiel im Monatsdurchschnitt in 1926
ine Förderung von etwa 20,5 Tonnen.
Im Gesamtdurchschnitt betrug in 1926 die Leistungssteigerung je
Mann im Monat etwa 17,1 °% gegenüber 1913. ,
Die Leistungssteigerung ist in erster Linie auf die Rationalisierung
und Mechanisierung und auf den an sich bedauerlichen Rückgang an
Aus- und Vorrichtungsarbeiten in 1926 gegenüber 1913 zurückzuführen.
Das Bild der Leistungssteigerung würde sich noch günstiger ge-Staltet
haben, wenn die Verkürzung der Schichtenzeit für die Übertagearbeiter
gegenüber 1913 — als Auswirkung des sozialen Umschwunges
= und die Einbeziehung der Anlaufszeit in 1926 sich nicht in negativem
Sinne ausgewirkt hätten. .
Während die Verkürzung der Schichtenzeit außerhalb des Machtbereiches
der Grubenverwaltungen liegt, ist hinsichtlich der Anlaufszeit
In 1926 zu bemerken, daß die durchschnittliche Monatsförderung nach
der Anlaufszeit auf etwa 180 000 Tonnen gesteigert werden konnte.
Von der Gesamtförderung des Siegerlandes, die 1913 vorwiegend
durch selbständige Gewerkschaften, 1926 dagegen infolge des zwischenzeitlich
eingetretenen Konzentrationsprozesses fast ausschließlich durch
Konzernzruben erfolgte, entfielen .in 1926 auf:
Vereinigte Stahlwerke-Konzern
Krupp-Konzern .....
Hoesch-Konzern 2.000
Selbständige Gewerkschaft Pfannenberger Einigkeit
Storch- u. Schöneberg-Konzern . “
Friedrichshütte-Konzern . .
Henschel-Konzern .......
Mitteldeutsche Stahlwerke-Konzern
Mannesmann-Röhren-Konzern
Lothringen-Konzern x
44,5%
21,4
8,2 »”
7,4 »
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‘8
4 »
18
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Zusammen: 100.0 %
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