Der Verbrauch von Fe-Trägern (auf ungefähren
Fe-Gehalt umgerechnet) in Deutschland inner-
halb der eisenerzeugenden Industrie (ohne Gieße-
reien) in 1000 t und in v. H. des Gesamtverbrauchs.
Jahr
1913 (altes Reichsgebiet) . .
1913 (heutiges Reichsgebiet) !)
1924 . . . .
1925 , #
1926
Erze 3
1000 € |
rd. 16100
N 960
Do ou0
8 950
8 660
y.H.
1000 tt
rd, 5892
„4766
en „5057
‚861 | „ 5980
; 59 | „6006
Schrott
v.H.
rd, 27
„ 32
” 44
„89
“„ 41
Der überwiegende Teil der deutschen Eisenerzeugung erfolgt im
Thomasverfahren und Siemens-Martin-Verfahren. Nach dem Bessemer-
Verfahren werden in Deutschland nur verschwindend kleine Mengen her-
gestellt. Sie sind der Einfachheit halber in der Statistik mit dem
Thomasstahl zusammengefaßt. Der Anteil der beiden Verfahren ergibt
sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Die Erzeugung an Siemens-Martin-Stahl und
Thomasstahl.
Jahr
1913 (altes Reichsgebiet) . .
1913 (heutiges Reichsgebiet)
1924 2020 .
1925 20.000.000. .
1926 . ; r
192731.
Siemens-Martin-Stahl , Thomassfahl
in 1000 %*
7418
3147
5 462
6607
6 582
9191
9378
5 166.
4017
5133
5453
6 904.
Das Thomasverfahren verwendet grundsätzlich Eisenerze mit
hohem Phosphorgehalt, Schrott findet nur eine geringe Verwendung.
Im Siemens-Martin-Prozeß dagegen wird vorwiegend Schrott eingesetzt.
Der Schrottbedarf ist daher zunächst durch das Maß bestimmt, in dem die
beiden Erzeugungsarten zur Rohstahlgewinnung herangezogen werden.
Dabei hängt zwar die Ausnutzung der Anlagen von dem Beschäftigunge-
grad der eisenerzeugenden Industrie ab, doch verläuft die Inanspruch-
nahme beider Erzeugungsmöglichkeiten nicht der Kurve des Beschäf-
tigungsgrades parallel. Die Herstellung von Siemens-Martin-Stahl
pflegt dort, wo beide Erzeigungsanlagen nebeneinander vorhanden sind.
1) Im Vergleich zu den anderen Schätzungen ist die Angabe für 1918 heutiges
Reichsgebiet nur als außerordentlich grobe Schätzung anzusehen.
?) Einschließlich Manganerze, Schlacken, Sinter, Abbrände usw.
% Für 1927 sind die Erzeugungszahlen gemäß der Statistik des Vereins
Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller, Berlin, zugrundegelegt worden.