weit hinter die der Walzwerke zurück; sie betragen nur einige hundert-:ausend
Tonnen, während bei den Hüttenwerken der Schrottentfall, wie
»ben erwähnt, Millionen von Tonnen erreicht. .2
Besser läßt sich schon der Schrottentfall b ei der
Weiterverarbeitung ‚der Gießereierzeugnisse und
Walzwerkserzeu gnisse abschätzen. Er mag, wie”aus der
Tabelle S. 293 hervorgeht, im Durchschnitt mit jeweils: 10% des
Inlandverbrauchs an ZEisen- und Stahlerzeugnissen angenommen
werden, Hier kam man erstmals im Jahre 1912/1913 bei dem damaligen
großen Eisenverbrauch auf über 1 Million Tonnen. 1925 dürfte dieser
Schrottentfall nicht viel über 900 000 Tonnen gelegen haben.
Rechnet man für das Jahr 1925 an Abfällen ;
a) die bei den Walzwerken entstehenden Abfälle
von, + * + = + 2.000 000 Tonnen,
b) die Gießereiabfälle. (geschätzt) .von ‚etwa. +, 200-000 Tonnen,
z) die sonstigen bei der Weiterverarbeitung entstehenden
Abfälle von rund .. * +" 1000 000. Tonnen,
‚usammen, dann ergibt sich eine Gesam tmenge DS
VON EiWa -... 3200 000 Tonnen
Walzwerks-, Gießerei- und Fabrikschrott.
Die dritte Schrottquelle liegt in der Rückkehr vön‘ Alteisen,
das z. B. aus der Erneuerung des Eisenbahnoberbaus und
des rollenden Eisenbahnmaterials, aus der Erneuerung von Eisenbahnanlagen
überhaupt, dem Abbruch alter Brücken und alter Häuser, aus der
Zerschlagung alter Maschinen, Apparate, aus Drehspänen, alten Hausgeräten
usw. stammt. Der hierdurch gewonnene Schrott wird im allgemeinen
auf Schrottbetrieben aufbereitet. Er trägt den Namen ‘alter
Stahlechrott“. . Die. wichtigsten Sorten sind: alter ‚grober Stahlschrott,
Werkstättenkernschrott und prima Kernschrott. Die Entfallmengen
lassen sich für ein bestimmtes Jahr im voraus auch nicht annähernd
abschätzen. Es genügt z. B., daß ‘die Eisenbahnverwaltung, wie; eg: tatsächlich
in manchen Jahren der Vorkriegszeit geschehen ist und ‘besonders
in der Nachkriegszeit der Fall war, in der Erneuerung des Eisenbahnoberbaus
langsamer als sonst vorangeht, um erhebliche Ausfälle an
Eisenbahnschrott entstehen zu lassen. Hinzu kommt auch, daß ‘das
neue Eisenbahnmaterial heute eine sehr viel längere Lebensdauer hat
als früher. ;
In unserem ersten Gutachten hatten wir auf Seite 280 ausgeführt,
daß das in der Wirtschaft verwendete Eisen nach etwa 20 bis 25 Jahren
als Schrott wieder zurückkehrt.” Diese Angabe entspricht einer aus der
Vorkriegszeit stammenden ‘und-wohl-nur für diese gültigen Auffassung,
aus einer Zeit, als die deutsche. Industrie noch aus: dem Vollen wirtschaften
konnte. Durch die nach dem Kriege notwendig gewordenen
Ersparnismaßnahmen sowie durch die- Fortschritte der Technik 'ist‘ die
Lebensdauer des verwendeten ‚Eisens- aber: erheblich länger ‚geworden,
wie aus folgenden Beispielen hervorgeht, ir
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