Full text: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

[nvestition im Mittel von je 5 Jahren zusammengezogen worden. Die 
[nvestition des letzten Vorkriegsjahres war höher als die Investitionen 
früherer Jahre um die folgenden Prozentsätze: 
Deutsche KEiseninyestition. 
von 1918 
höher als | im Jahre | um v.H. 
21 J. zuvor, d.h. 1892 268 
BB » 1900 97 
Sn Mi 1905 66 
yon 1909 bis 1918 
höher als | ET S- |um v.H. 
rd. 16 J. zuvor, d. h. |! 1892—1896| 172 
„ll, „| 1898—1902 77 
| a „ 11903—1907| 82 
ad 2.: Der Prozentsatz des der Vernichtung anheimfallenden 
Kisens ist schwer abschätzbar. Gutachten 2 der Eisenindustrie hat 
zweifellos recht, wenn es die im Beton eingebauten Eisenmengen 
größtenteils als verloren betrachtet‘). Sicherlich gehen noch manche 
weiteren Mengen endgültig, vor allem durch Rosten, verloren. Aber der 
Schluß, daß der Prozentsatz des Verlustes steigende Tendenz habe, ist 
nicht gerechtfertigt. Mag jetzt auch mehr Beton gebaut werden als 
irüher, so steht dem gegenüber, daß einmal die Sammel tätigkeit mit 
len Jahren immer intensiver wurde (Rationalisierung des Schrott- 
handels), so daß jetzt mehr Alteisen aufgespürt werden dürfte als früher, 
und daß zum anderen qualitative Verbesserungen des Materials diesem 
jetzt eine größere Widerstandskraft gegen alle abnutzenden 
Einflüsse geben als früher, so daß das Alteisen beim Entfall weniger an 
Gewicht verloren hat. 
Daß qualitative Verbesserungen nicht zwangsläufig auch eine 
Verlängerung der Lebensdauer bedeuten, wird unter 3. angeführt. 
Als „vernichtet“ ist für den Entfall im jetzigen Reichsgebiet 
natürlich auch anzusehen, was in den verlorenen Gebieten an 
festen und beweglichen Anlagen investiert und was auf Grund des 
Friedensvertrages an Lokomotiven usw. abgetreten wurde‘). Um das 
letztere vorwegzunehmen, sagt hierzu ein Bericht des‘  Reichsverkehrs- 
ministers?): ; $ 
„Bei Ausbruch des Krieges umfaßte der deutsche. Lokomotiv- 
park einschließlich des Bestandes der Reichsbahnen in Elsaß- 
Lothringen rund 29 000 Lokomotiven. 
Die bis zum Kriegsausbruch übliche Ausmusterung von durch- 
zachnittlich jährlich 600 bis 700 Lokomotiven, die den Lokomotiv- 
park (Lokpark) vor Überalterung schützte, mußte mit Kriegs- 
beginn wegen des großen Lokomotivbedarfs auf den Kriegsschau- 
»lätzen eingestellt werden. Dagegen wurde die Beschaffung 
‘ij Siehe S. 297. 
%7 „Bericht über den baulichen Zustand der Anlagen und Fahrzeuge der 
Deutschen Reichsbahn-(Fesellschaft«, Reichstagsdrucksache, {IT Wahlperiode, Nr. 2821. 
3. 9234, 
MIO
	        
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