annehmen, z.B. auf 30 Jahre, dann würden im Jahre 1927 die Investi-
‘jonen von 1897 entfallen, d. h. bis die Investitionen von 1913 zum Ent-
fall gelangen, würde ihre Menge um 141 % gegenüber der Entfallmenge
von 1927 gestiegen sein. Jelänger sich also die Lebensdauer des zur
Verschrottung gelangenden Alteisens erweist, um so günstiger für
lie Eisenindustrie dürfte sich in den kommenden Jahren der Alt-
schrottentf{all gestalten.
Wie im einzelnen besondere Umstände auf den Schrottentfall der
ietzten Jahre eingewirkt haben, wolle man den nachstehenden Aus-
führungen. entnehmen.
Schrott ist eine Ware, die stets als Nebenprodukt entfällt, sei es
als Abfall der gegenwärtigen Eisenerzeugung und -verarbeitung (Neu-
schrott), sei es als übrigbleibender Rest (Altschrott) aller derjenigen
Eisengüter, die in früheren. Produktionsperioden in Gebrauch genommen
wurden. Daher muß — bei Annahme einer bestimmten zukünftigen
Neueisenproduktion — eine Schätzung des zu erwartenden Schrottent-
falls möglich sein, wenn man den Grad der Abhängigkeit kennt, in dem
sich der Schrottentfall von den genannten beiden Reihen befindet.
Der Neuschrottentfall innerhalb der Werke der Eisen-
industrie selbst läßt sich nach dem Gutachten 2 der Eisenindustrie
mit rund 20 % der Produktion an Walzwerks- und Gießereierzeugnissen
beziffern‘). Der Neuschrottentfall bei der Verarbeitung wird an
der gleichen Stelle mit 10% des Inlandverbrauchs an Eisen- und Stahl-
orzeugnissen (Großeisenerzeugnissen) geschätzt. Wenn sich die Eisen-
erzeugung weiter auf der gleichen Höhe hält wie jetzt, dann ist natür-
lich in Zukunft etwa mit dem gleichen Neuschrottentfall, der sich nach
obigem ergibt, zu rechnen. Jede Steigerung der Produktion anderer-
seits ergibt etwa eine verhältnismäßig gleich starke Steigerung des Neu-
schrottentfalls — von Schwankungen infolge ungleichmäßigen Inland-
verbrauchs von Großeisenerzeugnissen abgesehen.
Zur Schätzung des Altschrottentfalls benötigt man
die Größe der Eiseninvestition in der zurückliegenden In-
yvestitionsperiode,
in
das Abhängigkeitsverhältnis von KEiseninvestition und Alt-
schrottentfall, d. h. die Angabe, welcher Prozentsatz von in-
vestiertem Eisen durch Rosten u. a. vernichtet wird und nicht
mehr als Schrott wiederkehrt,
3. die Lehensdauer des jetzt entfallenden Eisens.
ad 1.: Der Umfang der Eiseninvestition ist in den Tabellen des
Anhangs?) genau berechnet worden. In der folgenden Übersicht sei das
Ergebnis zusammengefaßt:
1) siehe S. 295.
2) siehe S. 823.
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