Förderung, 1913 rund 70%, und 1926 rund 80 °%, im Besitz der
Konzerne der eisenerzeugenden Industrie.
Es ist seit Ablauf der Unterstützung für beide Gebiete wiederholt
in der Öffentlichkeit und auch von den Sachverständigen vor dem
Ausschuß die Frage einer weiteren Hilfe: erörtert und mit verschiedenen
Argumenten begründet worden. Die Entscheidung dieser Frage muß
von der Wichtigkeit abhängen, welche die Erze der Notstandsgebiete
für die Deckung des deutschen Bedarfs haben und von den Möglichkeiten,
durch den bereits im Gange befindlichen Umstellungsprozeß die
industrielle Erzeugung der Bezirke — insbesondere im Wege der Verfeinerung
der Produkte — zı sichern. Dazu hat sich nicht feststellen
lassen, daß bei: der gegenwärtigen Lage des Weltmarktes die Bedarfsdeckung
der eisenerzeugenden Industrie ohne Heranziehung: der Erze
des Bezirks gefährdet erscheint. Die Entwicklung des erwähnten Um-Stellungsprozesses
ist zur Zeit noch nicht hinreichend fortgeschritten
Die deutsche Schrettversergung.
Bei der beschränkten. Möglichkeit der deutschen eisenerzeugenden
Industrie, ihren Bedarf an Trägern des metallischen Eisens aus
inländischen Erzvorräten zu decken, hat die Schrottversorgung erhöhte
Bedeutung; denn es handelt sich hier um ein Gut, über das die deutsche
Wirtschaft eine unmittelbare Verfügungsgewalt besitzt, zugleich um
einen Rohstoff, der 100%, Eisen enthält. Der entscheidende ‚Teil des
Bedarfs. wird aus..dem Inland befriedigt.
Schrott fällt an bei den Erzeugungsvorgängen in der eisenschaffenden
und eisenverbrauchenden: Industrie (Neuschrott) und als Rest aller
Eisengüter, die zu einem früheren Zeitpunkt in kurzfristigen oder langfristigen
Gebrauch genommen worden sind (Altschrott). Aus dem
Warencharakter des Schrotts als Rest- und Abfallprodukt ergibt sich,
daß eine Untersuchung der Schrottversorgung nicht die spezifischen
Produktionsverhältniese und Produktionskosten, sondern die Bedingungen
zum Gegenstand haben muß, unter denen Schrott dem Wiederverbrauch
zugeführt wird. Dabei handelt es sich in erster Linie um die
Fragen, ob der deutsche Schrottanfall restlos erfaßt wird und die Ver-Sorgung
der Eisenerzeugung mit diesem Rohstoff unter wirtschafflichen
Gesichtspunkten gewährleistet ist. In jedem Falle bilden die Marktverhältnisse
den wichtigsten Teil der Untersuchung, und zwar sowohl für
den Inlands- wie Auslandsbezug.
Der tatsächliche Bedarf an Schrott hängt von dem Beschäftigungs-&rad
der eisenerzeugenden Industrie, sodann. von dem Verhältnis der
Verschiedenen Erzeugungsweisen zueinander, insbesondere dem Verhältnis
der Siemens-Martin zur Thomas-Stahlerzeugung ab; er
Wird weiter bestimmt durch die Einsatzverhältnisse, mit denen Schrott
In den verschiedenen. Ofenarten verwendet wird. Dabei ist zu berück-Ste
rtgen, daß in allen eisenerzeugenden Ländern der Schrotthedarf
eigt.
„Der Schrottverbrauch der deutschen eisenerzeugenden. Industrie er-8ibt
sich aus der nachfolgenden Zusammenstellung:
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