Full text: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

ost- und mitteldeutschen Betriebe finden sich. zerstreut zwischen der hol- 
ländischen und der polnischen Grenze einerseits und zwischen Thürin- 
gen und der dänischen Grenze andererseits. Ähnlich steht es mit den 
züddeutschen Betrieben, die sich über Bayern und Baden verteilen, 
Der Schrottbezug teilt sich in die Bedarfsdeckung aus 
eigenem Entfall und den Zukauf aus fremder Hand. Der eigene Schrott- 
entfall entsteht hauptsächlich in den Walzwerken, Stahlwerken, Stahl- 
gießereien und den angegliederten Betrieben der Weiterverarbeitung. 
Naturgemäß ist in dieser Beziehung die niederrheinisch-westfälische 
Industrie im Vergleich zu den anderen Bezirken im Vorteil. Was aus 
eigenen Konzernwerken an Schrott bezogen wird, ist jedoch statistisch 
nicht erfaßt. Die einzige und zugleich unentbehrliche Quelle, die den 
Schrottverkehr innerhalb des Deutschen Reiches bekannt gibt, ist die 
„Statistik der Güterbewegung auf deutschen Eisenbahnen“; sie gibt so- 
wohl den inneren Verkehr der einzelnen Verkehrsbezirke wie deren 
Empfang und Versand nach allen anderen Verkehrsbezirken des Deut- 
schen Reiches und des Auslandes an. Für die Jahre 1913 und 1925 1äßt 
sich auf Grund der erwähnten Verkehrsstatistik der Güterbewegung auf 
deutschen Eisenbahnen folgende Übersicht aufstellen: 
Schrottbezug auf den deutschen Eisenbahnen 1913 und 1925. 
(In Tonnen zu 1000 Kilogramm.) 
Bezug 
h 
Jahr 
im Lokal- 
verkehr 
Tonnen Iv. H 
L. der Verkehrsbe- 
zirke der Rhein- 
ern und des 
uhrgebiets. .. 
1913 
| 9925 
914 350 35,2 
4 089 000| 35.1 
2, des Siegerlands 
(Westfalen) u 
3, Oberschlesiens . 
‚918 76 250| 25,5 
‘925 91 500/| 32,4 
‚913 | 170 750| 34,3 
. ‘92511 108 200| 28,0 
4. Sachsens .,.. 1918 } 151 150| 51,2 
11925 195 900| 54,4 I 
aus anderen Verkehrs- 
bezirken auf Entfernungen 
von 
insgesamt 
etwa 200 km ' über 200 km 
Tonnen Iv. H. Tonnen |v. F 
Tonnen |v. H 
1354 Ze 52,1 
‚1 5892 700| 53.4 
381 750 12,7 ß 600 200 100 
341 000] 11.5 12 962 700! 100 
155 800| 52,2 
129 200! 45,7 
84 650 17,0 
64 600| 17,5 
112 250| 38,0 
131 900| 36,6 
66 500 22,8 | 
62 000| 21,9 
242 750 48,7| 
200 500| 54,5 
32 050| 10,8 
32.2501 9,0] 
208 550| 100 
282 700| 100 
498 150 100 
368 300| 100 
295 450! 100 
260 050| 100 
In der vorstehenden Zahlentafel ist der Versuch gemacht zu ermit- 
teln, auf welchen Entfernungen sich in den Jahren 1913 und 1925 die 
Schrottversorgung der wichtigsten Produktionsgebiete vollzogen hat, 
soweit die Bedarfedeckung nicht innerhalb desselben Betriebes erfolgt 
1) Siehe Berichtigung S. 400. 
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