konzentriert. Das Konzentrat kommt "durchschnittlich mit 42°, Eisen
und 0,2 bis 0,8 °% Phosphor aus. Auch hier sind die Aussichten für
den Bezirk weniger günstig als die für das Siegerland. Wie bereits. erwähnt,
erstreckt sich daher die Hilfsaktion auch auf dieses Gebiet.
„3. Der subherzynische Bezirk Peine- Salzıg1ltter.
Diese Brauneisenerze sind wirtschaftlich sehr wichtig. Sie
enthalten den für den Hüttenprozeß benötigten Kalk. Die Lagermächtigkeit
beträgt bis zu 20 m. Das Erz hat 28 bis 35 °% Eisen und. 0,8 bis
1,9 ° Phosphor. Es ist also ein typischer Vertreter der Thomaserze,
ähnlich wie die lothringisch-luxemburgische Minette. Zur Nützbar-Machung
der weniger guten Erzsorten wird ein Teil des Erzes einem
Aufbereitungsprozeß unterworfen. Die feinen Erze werden zum Teil
gesintert. .
. Die Erze des‘Salzgitterer Horizonts enthalten zum Teil über 30
Kieselsäure ‚und sind daher weniger bedeutsam. . Hier finden sich
Mächtigkeiten von über. 100 m. Allerdings leidet. die: Wirtschaftlichkeit
der Ausbeutung darunter, daß die Erze noch einer besonderen Aufbereitung
unterzogen werden müssen.
In verschiedenen Bohrungen ‚sind auch Kalkerze nachgewiesen
Worden, die 4 bis 10°, Kalk enthalten. Hier bestehen begründete Aus-Sichten,
die Erze durch Aufbereitung veredeln zu können. Heute werden
Sie in der Hauptsache als Zuschlag für die kalkigen Brauneisenerze
eh, Die Aufbereitungsfrage wird zurzeit wissenschaftlich bearbeitet.
4 Die übrigen deutschen Erzgebiete. Die übrigen
Eisenerzlagerstätten Deutschlands haben gegenüber. den drei vorstehend
beschriebenen‘ nur eine mehr oder weniger örtliche Bedeutung. Gewisse
Lagerstätten Bayerns und Württembergs, die Alb- und Doggererze,
können vielleicht später einmal eine Rolle spielen. Die Ablagerung der
Alberze ist sehr unregelmäßig. Der Eisengehalt beträgt etwa 38 °/, der
Mangangehalt 0,3 bis 0,8 °/, der an Phosphor 0,2 bis 0,4 °/, an Kiesel-Säure
sind 19 bis 30 % enthalten. Die Vorräte sind schwer zu schätzen.
Die Gewinnungsbedingungen sind! schwierig und von der Lösung der
Aufbereitungsfrage abhängig. Pacten
Die Doggererze in Württemberg /ünd Bayern liegen in der Gebirgskette
des Fränkisch-Schwäbischen Jura. Sie bilden teils Rot-, teils
Brauneisenstein mit durchschnittlich 24 bis 28 °/ Eisen und 24 bis 30 °/
Kieselsäure. Der Phosphorgehalt liegt bei 0,2 bis 0,3%. Die Mächtigkeit.
der Ablagerung ist meist unter 1m. Auch hier hängt die wirtschaftliche
Bedeutung von der Lösung der Aufbereitungsfrage ab.
Bei der Aufbereitung handelt es sich um eine Reinigung der Erze
Von ungeeigneten Bestandteilen, womit gleichzeitig eine Anreicherung
des Metallgehaltes erzielt wird. Die Aufbereitung des vorher zerklei-Derten
Erzes erfolgt unter Ausnutzung der verschiedenen spezifischen
Gewichte von Erz- und Gangart auf trockenem (Ausklauben, Wind-Sichtung).
oder nassem. Wege (Setzmaschine, Schwimmaufbereitung)
Oder auch nach dem elektromagnetischen Verfahren und ist vielfach mit
einer gleichzeitigen Klassierung der Erze verbunden.