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VII. AbfoOnitt: Einzelne Schufdverhältnifje.
3 7 Biff. 18), Das BOB. hat diefe Befhränkung befeitigt
M. 1, 579, BG. IL, 340); €8 gelten alfo vorbehaltlich gegenteiliger
Nereinbarung die allgemeinen Grundfäge der SS 273, 274, 387 ff.
(f. Bem. 4 zu 8 695, DBem. 5 zu $ 700). .
Ueber den Einwand des Vermabhrer3, daß dazZ Sigentum
an der hinterlegten Sache auf ihn oder einen Yritten übergegana® jet,
f. Sem. 1 u & 695; über die Pfändung der hinterlegten Sache
durch den Verwahrer f. Dernburg, Band. 8 92 Anm. 23, ROEC.
Bd. 25 S. 282 ff.; vol. auch ZBO. 8 76 (laudatio autoris).
Die Rückgabe hat regelmäßig in specie zu erfolgen, auch wenn
vertretbare Sachen (j. oben Bem. 2, bh) hinterlegt jind Neumann
Y%ote I, 2 zu 8688 und Note 5 zu 8 695); vol. 88 275, 279— 281;
|. aber auch 8 700 und Bem. Hiezu. Ueber das AuSfonderungs
cecht des Hinterlegers im Konkurfe des Verwahrers |. KO. S 43.
Sit dem Berwahrer die NRüdgabe der Sache unmöglihH, fo findet
binfichtlih der Bemweislajt S 282 Anwendung Meumann Note IN, 3,
Vertmann Bem. 4). Anwendbar it au S 254 (vol. BB. 1, 394); ein
Fonfurrierendes Verjchulden des Hinterleger8 kann inshejondere DOT“
Gegen, wenn er wertvolle Sachen zur Aufbewahrung gibt, ohne
dieje Eigenichaft dem Berwahrer mitzuteilen Blanck Bem, 4, Goldmann“
Lilienthal S. 716 Anm. 14).
eber die Rückgabe bei einer Mehrheit von Hinterlegern oder Ver
wahrern f. 88 431, 432 (vgl. Vorbem. 3).
Dat der Vermwahrer die Sache bei einem Dritten hinterlegt,
io wird in analoger Anwendung der SS 556 Abi. 3, 604 Yof. 4 dem
SHinterleger das Kecht einzuräumen Tein, fie nach Beendigung des
Merwahrungsvertrag8 auch von dem Dritten zurüczufordern_(Derk
mann Bem. 3 A S 695, val. v. Thur in D. Sur 8 1901 S. 426;
and. Anf. Blanc Bem. 1 zu 8 691 und ROR.-Komm. Ben. 1 zu S 691).
d) Neber den Grad der Haftung des Verwahrers 1. S$ 690 und Bem. hiezu-
+. Die dem Hinterleger vielfach erteilte Urkunde (Depotfehein) hat regelmäßig
die Bedeutung einer Quittung (S 368), kann aber auch al8 Schuldjchein S 371) oder als
Legitimationspapier (val. S 808 und Bem. Hiezau) & erachten jein (val. Achilles Note 2,
Urt. 5. DLG. Königsberg vom 14. Februar 1902 Seuff. Arch. Bd. 57 Nr. 186).
5. Sit der Bermahrungsvertrag nichtig, fo fönnen felbftverftändlich die VBorfchriften
der 88 677 ff. oder 812 ff. fichH als anwendbar Ddarftellen. -
6. Sinfitlih des internationalen Privatrecht8 vol. das inkBem. 4 erwähnte
Urt. d. DLG®. Abnigsberg.
‘8 689.
Eine Vergütung für die Aufbewahrung 'gilt als {tilfchweigend vereinbart,
wenn die Aufbewahrung den Umftänden nach nur gegen eine Verglitung ZU
arwarten it.
”\
#7aG, I, 615 Sag 2; II, 629 Sag 2; MI, 676.
1. Sm Gegenfaße zum gemeinen Rechte und zum BLR. ift nah BOB, Unent-
geltlidg keit der Aufbewahrung kein Begriffsmerkmal des Vermahrungs$-
bertrags (Bem. 2, e zu S 688). Ob eine a für die Aufbewahrung zu ent-
richten {ft beftimmt fich in erlter Linie nad der Vereinbarung der Parteien. Auch ohne
au8drüclihe Vereinbarung Toll aber nach der AuslegungsSregel des 8 689 eine Ver“
gütung als ftilichweigend vereinbart (f. Bd. I diefes Kommentars S. 388) gelten, wenn
die ES den Umftänden nad mur gegen eine Vergütung zu erwarten ift, wie
3. 5. im Jalle der Hinterlegung der Sache bei einer Bank, in einem Sffentlihen Lager
Haus, in der Theatergarderobe (vgl. 88 612 bl. 1, 632 Noj. 1, 653 Abf. 1; 1. auch HGB.
S 354). ©b dies der Pl i{t, hat der Richter unter Berückfichtigung der Umitände des
einzelnen Falle nach freiem Ermeljen zu entfcheiden. Val. Dem. I und II zu $ 612.
2, HinfichtlioG der Höhe der Vergütung ift in Ermangelung einer Vereinbarung
der Karteien die den des 8 316 (f. aber aud) S 315) maßgebend. Die Bugrunde-
Kr einer etiva beitehenden Taxe ijt zwar nicht auzdrücklich vorgefchrieben Wal. SE 612
bj. 2, 632 Wbf. 2, 653 Abf. 2), jedoch felbftverftändlich nicht auSgefchloffen (vgl. $ 157
und Ber. 2 zu 8 316). Bei vorzeitiger Beendigung der Aufbewahrung bemißt fich