Wirischaftsgeschichte der deutschen Kolonien
tontingentiert sind. Das Kontingent Südwest—
afrikas beträgt 210,,, die Lieferung aus den An⸗
schwemmungen stieg aber von monatlich 100000
nuf 6—2 700000 æ. Es ist infolgedessen eine weitere
Ausfuhrbeschränkung nötig, um den Markt zu halten,
und das bedingt eine wesentliche Herabsetzung der
Position Diamantensteuer und außerdem eine all—
zemeine Verschlechterung der Lage. Denn von
dem Diamantenabbau leben 1200 Weiße und 8000
Fingeborene, die 100000 e an Landesprodukten
hrauchen. Auch zahlten die Minen 1926 fast
30000 Einfuhrzoll und 80000 f an die Bahn—
uind Hafenverwaltung. Dazu ist die Ausfuhr von
Qupfer von 554000 auf 502000, die von Vanadium
pon 123000 auf 58000 t heruntergegangen wegen
Mangels an Arbeitskräften; mehr als die Hälfte
nußten aus der Union geholt werden.
322000 unter Kultur. 21500 bebaut waren, auf
enen zu deutscher Zeit 100 Europäer tätig ge—
vesen waren, von einem landwirtschaftlichen Be—
imten, dem allmählich 14 Gehilfen beigegeben
vurden, betreut worden! Jetzt sind 75 europäische,
65 farbige Beamte und 12000 Arbeiter tätig.
Es betrug (in 1000 F, ohne Münzen und
Regierungsgüter)
jo2B 1o24 1oeö oεσ
483,3 223,3 ——
212672207
Es wurden (in t) ausgeführt:
———
die Einfuhr.— —
die Ausfuhr... 7
Kamerun
sakao ..
vdaffee . ..
dolanüsse ..
Lalmkerne
zalmöß..
dauischuk *
Zananen getrocknet.
969290
3639 3400
3 0,7
73 d6
z788
28454
1
*
ist neben Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika
die einzige unserer Kolonien, in der es wieder
deutsche Interessen gibt. Und auch nur im
hritischen Mandatsgebiet. Denn schneller
als die Franzosen haben die Engländer sich ent⸗
ichlossen, den schweren Fehler, den sie auch im
Interesse der eigenen Wirtschaft machten, als sie
die deutschen Kulturträger aus dem Mandalts⸗
zebiet auswiesen, wieder gutzumachen.
Als deshalb 1922 in London nur 10 Be—
iitzungen mit zusammen 5000 ha für 19 500 *
Bieter fanden, ließ man im November 1924 auch
Deutsche bei der Versteigerung zu. Hier wurden
51 Besitzungen in der Größe von 120000 ha
für 222000 4 versteigert und zwar fast aus⸗
nahmslos an deutsche Vorbesitzer. Bis dahin
varen die insgesamt 105000 ha, von denen
Es ist an den Einfuhrzahlen seit 1925 und
den Ausfuhrzahlen von 1826 ersichtlich, wie
virtschaftiich England handelte, als es den Rück—
rwerb der Pflanzungen durch die deutschen
horbesitzer zuließ. Die Verwaltung hat von
915 - 1925 ein Defizit von 291000 * ver⸗
rsacht, 1925 - 1926 von 30770 4. 1926 betrug
„er Etat 116000 æ, wovon 85000 * durch
innahmen gedeckt waren: Zölle 40000 *,
zteuern 23000, Gebühren 3700. Die Zölle
ind entgegen 1925 um 870/, gestiegen, dank der
»eutschen Arbeit.
Französisches Mandatsgebiet
in 1000 Fr) 1818 o211 1822 i82319241928 18260
kinfuhr 41890 1260861 191949
Ausfuhr . .34980 1180881 136806
Fecsne r— 57 B75 75558668 91 —
Darnach hätte dieser Teil Kameruns, wenn
nan in Betracht zieht, daß in den Zahlen von
918 die des britischen Mandatsgebietes mit ent⸗
halten sind, schon 1819 oder spätestens 1920 die
Kriegsfolgen überwunden und befände sich in
einer stetigen und gedeihlichen Aufwärtsbewegung.
Aber dem ist nicht so, wenn man die fortschreitende
Entwertung des Franken ins Auge faßt. Das ergibt
ein Vergleich der Mengen der Ein- und Ausfuhr.
Wenn sich über Spirituoseneinfuhr der fran—
zösische Bericht (1925: 80220 ) ausschweigt, so
läßt das tief blicken, da schon ein Vergleich der
Wein- und Biereinfuhr ergibt, wieviel konsum—⸗
kräftiger die 1000 Franzosen sind als es die fast
»oppelt so zahlreichen Deutschen des Jahres 19183
varen. Oder soll man annehmen, daß unter
ranzösischer Herrschaft die Eingeborenen daran
inen wesentlichen Anteil haben? Die gewachsene
rinfuhr an Brennölen ist ein Ausdruck der
Lutomobilisierung des Landes, während der
dückgang an Eingeborenen-Bedarfsartikeln die ge—
Einfuhr inst
1912
1925
1926
zerzehrungsgegenstände ..
abatk...
Vein und Bier... ..
zrennöle.
zekleidungsgegenstände .
Netallwaren. *
zaumaterial.....
19478
526
746
1096
2540
0720
5840
—501
582
960
1358
953
5428
2486
8998
579
1989
2195
1909
4621
5376
3