nahme, die seit Aufrichtung der Sowjet-
regierung in Russland unterblieben ist. In-
des verlangt die Inbetriebsetzung solcher
Gruben nach den Berechnungen der Brenn-
stoffsektion des Gosplans sehr erhebliche
Kapitalinvestitionen, und zwar im Zeit-
raum von 1926/28 insgesamt bis 377,9 Mill.
Rubel, von denen etwa 158,9 Mill Rubel zum
Bau von Bergarbeiterwohnungen erforder-
lich wären. Es ist kaum anzunehmen, dass
die Sowjetregierung derartige Summen aus
eigenen Ressourcen aufbringen wird; ob es
ihr gelingen wird, ausländische Kredite in
der gewünschten Höhe zu erhalten, mag da-
hingestellt bleiben.
Das Programm der Steinkohlenförderung in anderen
Bezirken, wie Submoskauer, Uraler und Kusnetzki-Bezirk,
ist für die nächste Zukunft ohne Bedeutung. Der Sub-
moskauer Bezirk, vornehmlich Braunkohle liefernd, ebenso
der Uraler, haben nur lokale Bedeutung; sie können nur
die Nachfrage nach Donkohle teilweise ablenken. Die Ent-
wicklung der Kohlengewinnung im Submoskauer Bezirk,
welche man bis auf 62 Mill. Pud zu steigern hofft, wird
kompliziert durch einen Umstand, der für die Sowjetwirt-
schaft sehr charakteristisch ist: es ist nämlich noch kürz-
lich in diesem Gebiet infolge des Ueberflusses an Don-
kohle eine Reduzierung der Produktion durchgeführt wor-
den. Was nun den Uralbezirk anbelangt, so werden auch
hier nicht die Sorten gewonnen, welche die Hüttenindustrie
braucht, der eine Liefermenge von 81 Mill. Pud Roheisen
vorgeschrieben. ist. Ein derartiger Umfang der Hütten-
produktion schliesst natürlich die Verwendung von Holz-
feuerung vollkommen aus; denn einesteils ist die Be-
schaffung der erforderlichen Holzmengen laut „Ekonomi-
tscheskaja Shisn“ Nr. 121/1926 kaum zu verwirklichen in-
folge der Erschöpfung der Holzvorräte (Südural), anderer-
seits aber wegen der in allen Zweigen des Wirtschaftslebens
der Union herrschenden Unordnung. Der ganze Plan der
sowjetrussischen Wirtschafter baut daher auf fortschreiten-
der Entwicklung der Steinkohlengewinnung in dem kohlen-
reichen Kusnetzki-Becken im südlichen Teil des Tomsker
Gouvernements, bezüglich dessen. seit langem eine Ver-
bindung mit den Hüttenwerken des Urals beabsichtigt ist.
Man darf jedoch nicht übersehen, dass das Kusnetzki-