thumbs: Wissenschaftliches Arbeiten

a2 Entwicklung der Seminare an den modernen Universitäten 
Für die einzelnen Seminare sind die Darstellungen der Geschichte 
einer jeden Universität sowie die einschlägigen Monographien zu ver- 
gleichen, wozu der zweite Teil der „Bibliographie der deutschen Uni- 
versitäten“ von Wilh. Ermann und Kw. Horn die besten bibliographi- 
schen Angaben bietet. 
Einen Überblick über die an den Hochschulen aller Länder be- 
stehenden Seminare und Institute bieten die einzelnen Jahrgänge von: 
Minerva, Jahrbuch der Universitäten (jetzt: Jahrbuch der gelehrten 
Welt). Straßburg, seit 1891, und das Handbuch dazu (seit 1913). 
7. Die theologischen Seminare im besonderen. 
1. Die Entwicklung der seminaristischen Bildungsweise war 
auch für die theologischen Studien von heilsamem Einflusse. 
Über die Seminare an den protestantischen theologischen 
Fakultäten in Deutschland bemerkt z. B. W. Fries: „Die 
Theologen wirken neben der Vorbildung für die Praxis 
sehr eifrig und erfolgreich nach dieser Seite hin [in semi- 
naristischen Übungen] und ziehen jeden angeregten Studenten 
zu intensiver, selbständiger Teilnahme heran; dafür sind 
die exegetischen, dogmatischen, kirchen- und dogmenge- 
schichtlichen Übungen, welche neben den homiletischen und 
katechetischen hergehen, ein genügender Beweis“). Auch 
an den katholischen theologischen Fakultäten in Deutschland, 
Österreich, Belgien, Frankreich, den Vereinigten Staaten 
und in anderen Ländern wurden in den letzten Jahrzehnten 
Seminare für die verschiedenen Fächer eingeführt und mit 
bestem Erfolge weiter ausgebildet. 
9, In Österreich haben die gleichen Einrichtungen zuerst 
an der theologischen Fakultät zu Innsbruck bestanden. 
H. Zschokke bemerkt darüber: „An der theologischen Fakultät 
in Innsbruck hat sich unter den theologischen Fakultäten der Monarchie 
das Institut der Privatdozenten zuerst und mit gutem Erfolge einge- 
bürgert. . Auch haben die Jesuiten analog den übrigen Fakultäten Se- 
minarien an ihrer Fakultät eingeführt, und zwar ein dogmatisches, 
homiletisches, biblisches und propädeutisches, und so den Beweis ge- 
liefert, daß bei richtigem Verständnis und gutem Willen diese Institute, 
welche sich ‚an den weltlichen Fakultäten so gut bewähren, auch für 
1) W. Fries in: Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre 
von A. Baumeister 2, 1 B p. 17.
	        
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