Für die Vereinigten Staaten und Russland findet
man bloss die Gesamtsumme der nach dem Ausland gesandten
Briefe, für Canada nicht einmal diese. Ich habe mir hier da
mit geholfen, dass ich festgestellt habe, wieviel Briefe die
andern Staaten nach diesen drei Ländern geschickt haben, und
da die eingehenden und hinausgehenden Briefe ungefähr gleich
oder ähnlich zahlreich sind, so habe ich die Ausfälle nach den
eingegangenen Briefen berechnet. Deren Summe weicht freilich
von der Zählung Amerikas and Russlands anscheinend stark ab,
was die zu hohe Gesamtschätzung wahrscheinlich macht. Die Zahlen
stammen aus der Statistik für 1907, nur wenige besonders
gekennzeichnete aus anderen Jahrgängen.
Ich unterscheide den Verkehr nach Postvereinsländern
(meist zum Inlandsporto) und nach dem postalischen Aus
land oder Postausland (zum AVeltporto). AVo nach Post
vereinen das Porto höher als das Inlandsporto ist, doch billiger
als nach dem Postauslande, da ist der Ausfall bei Herabsetzung
bis auf das 10 Centimes-Porto noch besonders berechnet.
Im Verkehr Deutschlands nach den A^ereinigten Staaten
(jetzt Postvereinsland für den direkten Seeverkehr) habe ich
schätzungsweise die Hälfte der Briefe als Postvereinsbriefe an
genommen. Ebenso anderweit in ähnlichen Fällen.
Mein Schema habe ich erst im Verlauf der Berechnungen
gefunden, daher sind im Anfang nicht alle Gesichtspunkte in
gleicher AVeise berücksichtigt.
Ich trenne den Verkehr nach AVeltteilen und trenne
dabei wieder Postvereins- und Postauslandsverkehr, gebe
aber auch die Verhältniszahlen (in Prozent) und die Zahlen
des aussereuropäischen Verkehrs sowie des gesamten Post
auslandes mit den Gesamtausfällen in der Landesmünze,
doch auch auf Mark verrechnet.
Oft berechne ich auch, wie hoch die Ausfälle sich allein
für die angrenzenden Länder stellen würden.
Für Deutschland (S. 172ff.)gebe ich eine Tabelle, die auch
Bayerns und Württembergs Verkehr mit einschliesst, dann eine bloss
für den Verkehr des Reichspostgebiets, endlich auch eine