800 Flugblätter: „Worum es geht“ (Um Haus und Herd von Frenffen).
800 Flugblätter: „Auf die Deiche“ von Fren|fen.
800 „Eiferne Blätter“ von Traub.
500 „Briefe aus Deutfdiland“.
200 Flugblätter: „Deutfche Frauenarbeit“.
1500 Werbehefte: „Warum müffen wir durdihalten?“
1500 Vorträge: „Warum dürfen wir die Kriegsverordnungen nicht über
treten?“
15 000 Gedichthefte an die Front gefchicht (Weihnachten 1914).
Im ganzen wurden rund 395000 Flugfchriften, Aufklärungsfchriften,
Merkblätter, gemeinnützige Schriften, darunter 77000 Kochbücher verteilt.
Beratung, in ßauswirtfcßaft ließen Fragen.
Sehr wertvoll ift die Beratungs- und Verkaufsftelle des Wuppertaler
Hausfrauenbundes geworden, die jetzt ein Heim im Haufe Carlftr. 28 ge
funden hat. Sie wird täglich von einer großen Zahl Ratfuchender, oft 50
bis 60, und außerdem von vielen Käuferinnen befucht. Der Wuppertaler
Hausfrauenbund verkaufte an folche Perfonen, die zum Einkauf in den
ftädtifchen Lebensmittelgefchäften berechtigt waren, Marmelade, Milchpulver,
Maisgrieß, ferner zweckmäßige Wafchapparate, Kochgefchirre, Kochbücher,
Kochkiften, Sparpfannen ufw.
Leider mußte der Verkauf von Lebensmitteln allmählich eingeftellt
werden. Die er|ten 500 Kodikiften waren auf Koften der Wohlfahrtzentrale
befchafft. Es find jetzt billig verkauft oder an Bedürftige abgegeben worden,
765 Kochkiften, ferner 50 Wafdiapparate und 280 Sparpfannen. Außerdem
wurden in der Sammelftelle für entbehrliche Wertgegenftände 400 Kriegs
pfannen verkauft, die nach kün|tlerifchem Entwurf am Rande die Prägung
tragen: „Der deutfehen Hausfrau Opferfinn gab Kupfer für das Eifen hin“,
— ein Erinnerungszeichen an die Schätze im Haushalt, die teils noch aus
Großmutters Zeiten |tammend, jetzt dem Kriege zum Opfer fallen.
Ausstellungen.
Ein wirkfames Werbe- und Aufklärungsmittel |ind ferner die Aus
heilungen, die die Aufmerkfamkeit auf neue Möglichkeiten in der Ver
wendung der uns zugänglichen Vorräte lenken, fei es auf dem Gebiet der
Ernährung, fei es auf dem Gebiet der Bekleidung. Der Nationale Frauen-
dienft veranftaltete, mit dem Wuppertaler Hausfrauenbund zufammen, bereits
im Mai 1915 eine Ausftellung von kriegsgemäß zubereiteten Geriditen, Kon-
fervierungs verfahren, Kochki |ten, praktifchenKochgefchirren ufw. (500 Befucher).