linischen Armenwesen anheim. Die Rente ist zur Zeit den Fortbildungs
Anstalten (s. d. A.) überwiesen, in welchen geeignete Vorträge im
Sinne des Stifters gehalten werden. 186% waren für diesen Zweck
400 Thlr. zur Verfügung gestellt.
W ebersche Stiftung zu Niefeuburg.
Kriegs-Kommissar Weber (t 1760), Besitzer der adeligen Güter
Schrammen und Orkusch, setzte lctztwillig den Magistrat zu Rieseuburg
zu seinem Erben ein und verfügte, daß aus den Einkünften jener Gü
ter einige Stipendiaten und solche Subjekte, die zum Studiren tüchtig,
unterhalten würden, mit der Bestimmung: „es solle diese Schenkung
eine Wohlthat für die Stadt Rieseuburg fein ; damit die Stadt und
ihre Officia dereinst mit tüchtige» Männern könnten besetzt werden."
Zu Testaments-Epekutoren sind dev- Richter' und der Stadtschreiber
(jetzt die beiden ältesten Richter) zu Marienwerder berufen. Zu Sti
pendien dürfen nur gelangen /chie Söhne der Magistrats-Mitglieder,
der beiden Teftanrents-Exekutoren, det' Geistlichen und Beamten, und,
wenn keine Stipendiaten vorhanden und die Fonds der Stiftung es
gestatten, auch die Söhne der Kaufleute oder Bürger mit Ausschluß
der Söhne der Handwerker." Ein Obelisk auf dem Schloßplätze, am
1. November 1860 feierlich enthüllt, ehrt das Andenken des Stifters.
— Die Güter haben eine Fläche pon 4100 Morgen und gewähren
2610 Thlr. Pacht-Ertrag.
Aug. Christoph Gottsr. ISeler,
Hofrath, und dessen Ehegattin geb. Müller legirten in ihrem am
14. Juli 1847 publicirtcn Testamente dem Waisenhause in Nordhau
sen 1000 Thlr. Gold zur besseren Erziehung und Bildung unglücklicher
und dürftiger Waisen.
KlaudiuS Weber,
Schuhmacher zu Erfurt (f 1838) vermachte der dortigen ev. Prediger-
Kirche 4000 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen nach Abzug
von 8 Thlr. Honorar an die.Kirchunbcdientcn alljährlich an HauS-Arme
der Stadt Erfurt ohne Unterschied der christlichen Konfession vertheil
werden sollen. 6
Mariane Wqber,
gob. Fab ri eins, Wittwe eines Kaufmanns (st zu Ronsdorf 1862)
hinterließ unter andern Vermächtnissen der Rettungs-Anstalt in Düssel-
that 500, der Missions-Anstalt in Barmen 1000 Thlr.
Weck beck er sehe Armen Stiftung zu stehmen (Mayen),
von dem Gutsbesitzer Weckbecker mit circa 100,000Thlr. in Grûşş j
stücken und Kapitalien 1847 begründet,. Zweck der Stiftung ist m) b«
Verpflegung hilfsbedürftiger krüppclhafter und alter verlassener ķ
fönen und I») die Erziehung von Waisenkindern in der Anstalt, sow»^ ¡
c) die Gewährung von Unterstützungen außerhalb der Anstalt, iitsbe-
sondere zur Ausbildung junger Leute zu Handwerkern oder znm StU'
diren. Die Stiftung hat die Rechte einer juristischen Person; sieişş