Full text: Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart

GEWERBEZEICHEN 
ebenfalls die Wappen der acht alten Orte auf. Das 18. Jahr- 
hundert ist. auch dort vertreten mit einem Schild: aus Zürich, 
„zum gälben Hörnli‘“ (s. Abb. 22), 
1718, auch mit der beliebten 
Darstellung der. acht Orte, welche 
dann später durch die Wappen der 
dreizehn eidgenössischen Stände 
abgelöst wurden. 
Um diese Zeit verschwinden die 
hölzernen Wirtshauszeichen und 
machen allgemein den schmiede- 
eisernen Platz. Wir finden da 
lie Namen „zur Traube, zum 
Löwen, zum Schwarzen Sternen, 
zur Sonne‘, „zum Aal‘, „zum 
Abb. 23. Der Affe, in Stein Storchen“ und „zur Krone“‘‘, eine 
gehauenes Zeichen eines Wirts- Blechtafel „zur St. Marie Magda- 
hauses in Philipp Lane, nahe lea“ usw. 
bei London, 1670. 
vum 
c) Das Schild des Gewerbetreibenden und Händlers. 
Sowie das Embleme der Wirtshäuser der Strohwisch war 
und als Schutzzeichen auch noch der Drudenfuß verwendet 
wurde, hatte fast ein jedes Gewerbe seine ihm eigentümlichen 
Embleme, die später im Mittelalter‘ und in den ersten Jahr- 
hunderten der Neuzeit zu förmlichen Zunftwappen und zu 
[nnungszeichen ausgebildet wurden. Der Gebrauch dieser 
Gewerbeembleme genügte den Gewerbetreibenden, zur 
Geschäftsbezeichnung (s. Abb. 25 u. 26) solange noch nicht 
die einzelnen Zünfte besondere Stadtteile und Straßen ange- 
wiesen erhalten hatten, sondern ihre Läden in buntem Wechsel 
in die Straßenfronten einfügten und auch die Konkurrenz 
noch nicht übermäßig ausgebildet war. 
Im späten Mittelalter erhielten hingegen, namentlich in 
den deutschen und französischen Städten, die einzelnen Ge- 
werbe besondere Straßen angewiesen, Metzger, Bäcker, Schmiede, 
Kleiderhändler, Gerber usw., wo sie in kleinen offenen Läden 
ihren Beschäftigungen nachgingen. Bei einem derartigen Zu- 
sammendrängen vieler Vertreter ein und desselben Gewerbes
	        
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